Core Gamer Treff Podcast
Deutschsprachiger Podcast über den Core Gamer Treff aus Mönchengladbach.
Wir haben unseren eigenen Treffpunkt, wo wir regelmäßig zusammen kommen, einfach nur so zum Spielen, Quatschen und Spaß haben.
Und auch ihr seid herzlich eingeladen dabei zu sein!
Also kommt uns doch einfach mal besuchen. Wir öffnen regulär jeden Dienstag ab 17 Uhr, Freitags ab 17 Uhr und Samstags ab 14 Uhr und darüber hinaus veranstalten wir auch regelmäßig Special Events.
Kommt einfach in unser Discord oder schaut auf unserer Homepage vorbei um mehr über uns zu erfahren.
Core Gamer Treff Podcast
Meine 10 größten Learnings aus dem Projekt CGT
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Eine Idee im Kopf reicht manchmal, um ein ganzes Leben umzukrempeln und genau darum geht es in unserer 100. Folge. Ich nehme dich mit hinter die Kulissen des Core Gamer Treffs und erzähle zehn Learnings aus fast acht Jahren Community-Aufbau, lokalem Multiplayer und Selbstständigkeit: ehrlich, persönlich und stellenweise auch philosophisch, weil sich manche Aha-Momente nicht in „Tipps und Tricks“ pressen lassen.
Wir reden darüber, warum nicht Geld, sondern Ideen den Start machen, und wie aus einer Haltung ganz konkrete Resultate werden: Sichtbarkeit, erste Besucher, Medienberichte, neue Mitstreiter. Ein großes Thema ist Angst. Ich teile, wie sich das Risiko eines Ladenlokals angefühlt hat, warum viele aus der Umgebung abraten und wieso der einzige Ausweg oft heißt, die Furcht zu spüren und trotzdem zu gehen. Dazu kommt eine sehr praktische Seite: Urvertrauen im Alltag, offene Kasse, Vertrauen in Menschen, aber auch klare Regeln und Konsequenzen.
Außerdem geht es um Reichtum jenseits vom Kontostand, Resilienz durch die Corona-Pandemie, Ziele als Durchgangsstationen und den Umgang mit Enttäuschungen, wenn Erwartungen nicht aufgehen. Ich spreche auch über Sinnhaftigkeit im Kontrast zur Sinnlosigkeit früherer Jobs, über Pragmatismus statt Perfektionismus im Technik-Alltag und über das vielleicht schönste Learning: Menschen wollen oft wirklich unterstützen, sei es mit Zeit, Know-how oder Spenden und das kann sogar nachhaltig sein, wenn alte Hardware ein zweites Leben bekommt.
Wenn du Gaming, Fighting Games, Community und persönliche Entwicklung zusammen denken willst, ist das deine Folge. Abonnier den Podcast, teile die Jubiläumsfolge mit jemandem, der gerade einen Sprung ins Ungewisse vor sich hat, und lass uns eine Bewertung da: Welches Learning triffst du gerade in deinem eigenen Leben?
(Dieser Text wurde mit KI generiert)
Intro Soundtrack:
Artist : chibi-tech
Album : Psyvariar THE MIX
Release date: 2008
Mid-Roll Soundtrack:
Dieser Podcast dreht sich um den Core Gamer Treff - ein Treffpunkt in Mönchengladbach NRW für volljährige Fans von lokalen Multiplayer Spielen.
Wir haben unseren eigenen privaten Treffpunkt, wo wir regelmäßig zusammen kommen, einfach nur so zum Spielen, Quatschen und Spaß haben.
Und auch ihr seid herzlich eingeladen dabei zu sein!
Also kommt uns doch einfach mal besuchen. Wir öffnen regulär jeden Dienstag ab 17 Uhr Freitags ab 17 Uhr und Samstags ab 14 Uhr und darüber hinaus veranstalten wir auch regelmäßig Special Events.
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Begrüßung Und Jubiläum
moHey Leute, willkommen zurück zum ChorGamer Treff Podcast. Das ist die hundertste Podcast-Folge hier im CGT-Podcast. Und deshalb wollte ich eine ganz besondere Podcast-Solo-Folge hier draus machen. Und zwar die 10 Learnings aus dem Projekt Chorgamer-Treff. Das wird eine Podcast-Folge, in der ich ja relativ viel Persönliches von mir erzähle, was ich so durch das ganze Projekt gelernt habe, wie ich mich als Mensch weiterentwickelt habe. Vieles wird so ein bisschen in die Richtung der Persönlichkeitsentwicklung, vielleicht schon so ein bisschen Spiritualität gehen, was ihr vielleicht so von mir noch nicht gehört habt, aber das sind ja auch Themen, mit denen ich mich auch schon lange Zeit viel auseinandersetze. Ich bin da nicht so offen drüber, dass ich da immer mit jedem sofort drüber rede, weil ich das auch immer selber ein bisschen unangenehm finde, wenn einem andere so völlig frei die eigenen Glaubenssätze aufdrücken wollen. Das will ich hiermit auch nicht tun, aber vielleicht eine Triggerwarnung an der Stelle. Wenn ihr so ein Problem mit Persönlichkeitsentwicklung oder mit ein bisschen Spiritualität auch habt oder Philosophie euch ein bisschen zu nahe geht, dann ist das hier vielleicht keine gute Podcast-Folge für euch, weil ich werde sehr viel von mir und meinen persönlichen Ansichten erzählen, von meinen Learnings und auch vieles wird vielleicht auch nicht so nachvollziehbar sein oder werdet ihr mir vielleicht dann auch nicht recht geben, aber es sind alles meine persönlichen Erfahrungen und ja, die würde ich ganz gerne einfach zur hundertsten Podcast-Folge hier als Jubiläum sozusagen meine 10 Learnings aus dem Chorgammer-Treff an euch weitergeben. Und damit fangen wir direkt mit dem ersten an. Die Idee. Genau, Ideen regieren die Welt, habe ich mir ja aufgeschrieben. Nicht Geld regiert die Welt, sondern Ideen regieren die Welt. Und das ist auch etwas, was vielen Leuten, glaube ich, schwerfällt zu glauben, aber wo ich fest von überzeugt bin. Weil der Grund, warum ich jetzt hier sitze und diese hundertste Podcast-Folge aufnehme, ist tatsächlich genau derselbe Grund, wie warum ich jetzt jeden Tag genau das mache, was mir wirklich Spaß macht und warum ich nicht mehr Zeit gegen Geld tausche in einem sinnlosen Job, auf den ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr habe. Der Grund, warum ich mir jetzt hier jeden Tag mit meiner spielerischen Leichtigkeit alles hier erarbeite
Idee Als Startpunkt
mound mir auch alles gelingt, das alles begann ursprünglich tatsächlich mit einer einzigen Idee in meinem Kopf. Und deshalb sage ich, Ideen regieren die Welt. Ich habe damals, weiß ich noch ganz genau, wie ich frustriert in meinem Büro saß und in meiner absoluten Unterforderung und gleichzeitiger Verfangenheit in meinem Job, dachte ich mir so, boah, ist das jetzt hier wirklich alles, was du jetzt hier beitragen kannst und willst zu dieser Welt. Und dann habe ich mir die Frage gestellt, was wäre, wenn ich jetzt einfach wirklich nur noch genau das machen würde, was ich mir schon mein ganzes Leben gewünscht habe. Und ja, dann kam mir diese Idee wieder hoch. Ich hatte diese Idee ja schon immer schon als Kind, einen eigenen Ort zu haben, wo man Videospiele zusammen zocken kann. Praktisch schon seitdem ich 13 war und auf meinen ersten LAM-Partys war, war das zuerst der Wunsch, so ein eigenes Internetcafé zu haben. Das war ja damals so ein großes Ding, diese Internetcafés hier in der Stadt. Das fand ich ganz toll. Und da habe ich dann gedacht, wie cool wäre das, wenn ich so ein eigenes Spiel haben könnte, wo Leute hinkommen und dann Counter-Strike zusammenspielen. Und als die Internetcafés dann ausgestorben sind, war dann noch der Wunsch da, so einen LAN-Partykeller zu haben, so eine Dauerlan, so habe ich das damals genannt. Das haben wir dann immer in den Ferien gemacht, dass wir dann die ganzen Ferien unsere PCs dann da nicht mehr abgebaut haben und jeden Tag spontan einfach zusammen was zocken konnten. Und das war dann auch so eine Idee, so eine DauerLAN-Party irgendwie zu haben später. Und den Wunsch habe ich dann aber auch verworfen, weil die LAN-Partys dann ja auch ausgestorben waren und dann alle nur noch online gespielt haben. Aber in diesem Moment, in dem ich da war, wo ich dann in meinem Büro saß und ja, so völlig frustriert war und dann dachte, du musst doch irgendetwas tun mit deinem Leben, so kann das ja hier nicht weitergehen. Da in diesem magischen Moment kam der Gedanke dann plötzlich wieder hoch und das war so ein Bingo, this is it-Moment. Also ich habe dann wirklich gemerkt, wow, eigentlich war der Gedanke die ganze Zeit von klein auf schon in dir, was du machen möchtest und du musst es einfach nur tun. Es liegt einfach nur in deiner Hand, es durchzuziehen und dein Ding zu machen. Das ist alles schon immer in dir. Und das war in dem Moment dann wirklich so ein richtiger Funk, der da gezündet ist, der dann alles, ja. Der ganze Grund, warum ich hier bin, warum alles so geworden ist, wie es ist, ist wegen diesem einen Moment, wo der Funke eben übergesprungen ist. Genau. Und dann das zweite Learning, alles beginnt mit der Einstellung, genau. Einstellung führt zu Verhalten und Verhalten führt zu Resultaten, habe ich gelernt. Das ist tatsächlich immer so, habe ich beobachtet. Und zwar, ich habe mich hier am Anfang, als ich den Chorgamertreff aufgemacht habe, von Anfang an so verhalten, als wäre das, was ich mir hier vorgestellt habe, was der Chorgamertreff also mal sein soll, als wäre das bereits so jetzt schon in der Realität vorhanden, obwohl es das noch gar nicht war. Also wenn die Leute mich gefragt haben, was machst du denn da eigentlich den ganzen Tag, habe ich einfach gesagt, ja, ich treffe mich dort mit vielen Leuten, die ganz unterschiedliche Games im lokalen Multiplayer zusammenzocken. Tatsächlich war
Einstellung Formt Resultate
moda aber eigentlich nur am Anfang Chris und Marc, das waren die Ersten, die zu mir gekommen sind, die ab und zu mal bei mir zu Hause waren und ein bisschen gechillt haben und ein bisschen Mario Kart mit mir gespielt haben. Aber dadurch, dass ich die Einstellung hatte, dass ich letztendlich daran geglaubt habe, dass es genauso kommen wird, dass Leute hier zur Tür reinkommen werden, genau solche Leute, die ich mir gewünscht habe, hat das dazu geführt, dass ich mich dann auch wirklich so verhalten habe, als wäre das einfach schon ganz genauso in der Realität da. Und die Resultate, nämlich dass Leute dann auch wirklich zum CGT auf ganz unterschiedliche Weise gefunden haben. Ich hatte dann ja ursprünglich dann eine Plattform-Meetup benutzt, wir waren in der Rheinischen Post und in der Extratrip in zwei Zeitungen. Das waren so die ersten drei Anlaufstellen, wie man uns finden konnte. Und dann kamen da immer mehr hinzu. Und jede dieser Aktionen, wo man irgendwie uns finden konnte, hat letztendlich über lange Zeit dann doch irgendwie dazu geführt, ich habe dann auch Flyer ausgelegt und so weiter, dass die Leute dann irgendwann zu uns gefunden haben. Ja, und das ist alles hat im Prinzip eingefangen mit dieser Einstellung. Ja, weil ich die Einstellung halt hatte, dass es einfach so kommen wird. Und dadurch ist dann das Verhalten gekommen, dass ich mich so verhalten habe, dass es so kommen kann. Und dann sind auch die Resultate daraus gekommen, sodass nach und nach wirklich die Leute hier angezogen worden, die ich auch genau für das Projekt halt haben wollte. Genau, und ein weiteres Beispiel dazu, was ich auch seit vielen Jahren beobachte, ist ja auch zum Beispiel, wenn Leute hier anfangen, Fighting Games lernen zu wollen. Das ist ja immer so ein Thema, was ich schon, schon bevor ich in Laden hier habe, ja in zahlreichen anderen Projekten, im Insight-Game in Solingen, davor waren wir im Unperfekthaus in Essen und davor in Kiosk Fights in Köln. Und da habe ich das auch immer beobachtet, wenn Leute, also ich habe schon so viele Jahre, jetzt 20 Jahre im Prinzip, beobachtet, wie das ist, wenn Leute neu in die Fighting Game-Szene kommen und Fighting-Games lernen wollen. Und da beobachte ich das auch ganz genauso. Es ist immer die Einstellung, die als allererstes überhaupt mal stimmen muss. Und nur wenn diese Einstellung auch wirklich stimmt, werden die auch wirklich am Ball bleiben und erfolgreich sein. Die meisten fragen immer sofort, wie muss ich mich verhalten, was muss ich tun, damit ich besser werde? Also sie wollen dann Methoden haben, wie kann ich im Trainingsmodus was üben. Aber das ist tatsächlich schon zu schnell gedacht, weil das ist, genau das ist schon der Fehler, weil man dadurch sofort das Wichtigste und grundlegendste übersprungen möchte. Nämlich die Einstellung. Wenn die Einstellung nicht stimmt, dann wird jeder auf kurz oder lang abbrechen und das ganze Kartenhaus fällt letztendlich zusammen. Und ja, wenn man abbricht und dich nicht mehr dafür interessiert, dann hat man letztendlich in diesem Hobby dann auch verloren, weil ja der Totalabbruch, das ist wie im Sport, ne, so solange du immer noch ab und zu mal schaffst, dich aufzuraffen und Sport zu machen, wird das auch was über lange Zeit. Aber wenn du, sobald du abgebrochen hast und sagst, okay, es macht keinen Sinn, ich mache jetzt keinen Sport mehr, das ist der Moment, wo das Kartenhaus zusammenbricht und alles wieder rückgängig gemacht wird und der Körper dann auch wieder leider eben mehr Fett aufnimmt und weniger Muskelmasse. Also ich merke es ja selber bei mir, ich schwimme jetzt seit fast zwei Jahren, sechsmal die Woche. Und das ist überhaupt nicht lang, das ist 30 Minuten am Tag, die ich da schwimme. 40 Bahnen ziehe ich da, kleine Bahnen. Und das reicht aber. 30 Minuten, das mache ich jeden Tag, sechsmal die Woche. Und das reicht schon. Ich mache sonst überhaupt nichts. Ich achte noch nicht mal groß auf meine Ernährung. Aber das ziehe ich einfach immer und immer wieder durch. Und ganz, ganz langsam kommen dann auch die Resultate, weil ich die richtige Einstellung habe. Und das führt dann letztendlich zum Verhalten, dass ich dann auch, also die Einstellung, ich werde irgendwann, dadurch, dass ich immer wieder schwimmen gehe, werde ich irgendwann sportlich werden. Das sorgt dazu, dass ich mich so verhalte, dass ich irgendwann auch sportlich sein kann. Also, dass ich auch jeden Morgen wirklich mich so verhalte, dass ich als allererstes morgens schwimmen gehe. Und das führt dann, ich merke es jetzt, nach zwei Jahren endlich so langsam auch zu Resultaten. Und das alles beginnt immer mit der Einstellung. Solange die Einstellung nicht stimmt, wird das niemals. Ja, ich selber habe es ja auch schon seit längerer Zeit, ehrlich gesagt, gar nicht mehr so richtig bei Fighting Games mit der richtigen Einstellung, muss man auch selber sagen, wer mich kennt, ich habe gar nicht mehr jetzt die aktuell mit Street Fighter 6 und Fatal Fury und was ich sonst noch ein bisschen spiele, das ist gar nicht mehr die richtige Einstellung, die ich zum Beispiel früher hatte, wodurch ich gut geworden bin. Ich habe sie selber gerade gar nicht mehr, diese Einstellung, muss ich auch ehrlich sagen. Aber da bin ich auch ehrlich zu mir selber und sage, okay, ich merke einfach zunehmend, dass es mir nicht mehr so wichtig ist, zu gewinnen zu wollen wie früher und das ist auch völlig okay. Ich fühle mich jetzt aktuell einfach auch besser, wenn ich einfach nur noch zum Spaß spiele und nicht mehr so verbissen bin. Aber wenn ihr meine ehrliche Meinung hören wisst, meine ehrliche Meinung wissen wollt, wie man wirklich gut wird in Fighting Games, und das habe ich wirklich über jetzt 20 Jahre beobachtet bei so vielen Leuten, dann ist meine Antwort wirklich, nur wenn die Einstellung stimmt, hat man überhaupt dieses Fundament, was stark genug ist, um diesen ganzen Struggle über so viele Jahre halt durchzuhalten und auch Spaß an der Sache zu haben. Sobald man zu verbissen ist und die falsche Einstellung hat, weil man irgendwie Ziele verfolgt, aber den Spaß aus den Augen verliert, dann bricht dieses ganze Kartenhaus zusammen, auch da wieder eben wegen der Einstellung. Die lange Form ist im Prinzip Einstellung führt zu Gedanken. Gedanken prägen unsere Emotionen. Emotionen werden zu Worten, Worte werden zu Taten, Taten zu Gewohnheiten und Gewohnheiten zum Charakter. Und daraus wird dann letztendlich unsere Persönlichkeit. Das habe ich so lernen dürfen. Und das finde ich stimmt absolut. Also genauso habe ich selber immer erlebt und beobachte ich es auch bei anderen Leuten. Die Leute, die so unfassbar gut in Fighting Games geworden sind, die haben eigentlich immer diese perfekte Einstellung von Anfang an. Die wollen immer die Besten sein, die wollen wirklich jede Herausforderung annehmen, egal wie schlecht die sind oder wo sie jetzt stehen, die denken immer in die Zukunft. Und wenn sie verlieren, dann sehen sie, das ist eigentlich nur als Chance, aus ihren Fehlern zu lernen und sich zu verbessern. Und die sind dann auch nicht frustriert oder so. Also natürlich auch mal sind die frustriert, aber es geht halt immer weiter. Das Fundament ist so stark von der Einstellung her, dass sie nie aufhören, halt besser werden zu wollen. Genau. Dritter Punkt, Angst, genau. Angst ist immer, ihr kennt den Spruch, ganz schlechter Ratgeber. Und das habe ich selber auch persönlich gemerkt. Und da kann ich auch ganz viele Beispiele zu nennen, wo ich nicht hätte auf Angst, hätte ich dort auf Angst gehört, wäre ich nie da angekommen, wo ich angekommen wäre. Man muss im Leben manchmal gewisse Risiken eingehen und da hat man natürlich Angst vor. Und wichtig ist, dass die Angst sich nicht festsetzt, dass man nicht Angst vor der Angst noch entwickelt, sondern dass man, solange es noch Furcht ist, diese Furcht spürt und trotzdem weitergeht. Also der Mutige spürt die Angst und geht einfach trotzdem weiter. Ja, bestes Beispiel, als ich die Zusage hier von meiner Vermieterin hatte, den Chorgammer-Treff hier zu eröffnen zu dürfen, stand ich dann ja somit vor der Entscheidung, ob ich hier dieses Ladenlokal jetzt wirklich mieten möchte. Und das ist ja eine ganze Menge Miete, die anfällt. Und da gibt es eine, gab es eine Mindestvertragslaufzeit von sechs Monaten. Also habe ich mich dann gefragt, ob ich das wirklich jetzt machen soll oder ob das letztendlich doch vielleicht nur irgendein Ego-Trip ist, in den ich mich hier verrannt habe. Das war dann sozusagen die letzte Chance, noch vernünftig zu werden und meinen Traum vernünftig, in Anführungsstrichen. Aber so habe ich dann gedacht, jetzt kannst du noch vernünftig werden und deinen Traum abblasen, um wieder zurück in dein langweiliges, sicheres Leben zurückzukehren, wenn du es dich doch nicht traust. Und dann ist mir aufgefallen, dass tatsächlich auch niemand, dem ich von meiner Idee erzählt habe, so richtig davon angetan war. Die meisten haben mir sogar gesagt, dass die mein Vorhaben hier mit dem Chorgamer-Treffen, einfach ein Ladenlokal zu mieten und zu gucken, was passiert, extrem gefährlich halten und sich Sorgen machen, dass ich mich da an irgendwas verrenne. Was wäre denn, wenn keiner gekommen wäre und ich wieder in einer sechsmonatigen Mindestvertragslaufzeit sitzen geblieben wäre, hätte ich sechs Monate Miete zahlen müssen. Einen Großteil meines gesamten gesparten Geldes hätte ich dadurch wohl verloren, ohne dass ich da irgendwas von gehabt hätte. Selbst meine eigene Frau hat mir gesagt, dass ich das besser wieder vergessen sollte und mich mit der Realität abfinden sollte, dass ich diesen Traum einfach nicht erfüllt bekommen kann, weil er einfach unrealistisch ist. Ja, das war natürlich sehr bitter und hat mir auch sehr schwer zu denken gegeben. Und dann habe ich mich aber auch an diesen Spruch erinnert, Angst ist immer die Mutter des Befürchteten. Also das, wo wir immer
Angst, Risiko Und Mut
moAngst haben, das passiert. Und wenn wir uns trauen, durch die Angst durchzugehen, dann haben wir halt die größten Potenziale, können wir dann freisetzen. Und da habe ich dann erst auch so richtig angefangen, mich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Und habe viele tolle Geschichten von den Pionieren unserer Welt gelesen und den Podcasts wie gehört und so. Ja, solche Sachen halt. Am beeindrucksten ist da auf jeden Fall mir im Gedächtnis geblieben. So ein provokantes Gedankenspiel von Dieter Lange heißt der, der erklärte dann das Ganze damit, dass wir Menschen als Herdentiere geboren sind oder es ist in unseren Genen, dass wir quasi Herdentiere sind und immer zusammen in der Herde bleiben. Und das wichtigste Gefühl des Menschen ist Zugehörigkeit. Wir wollen zur Herde dazugehören. Weil historisch waren wir eben, wer nicht in der Herde, wer von der Herde ausgeschlossen wurde oder nicht mehr bei der Herde war, der starb eben. Der konnte nicht überleben. Weil Menschen sich immer gegenseitig gebraucht haben und unterstützt haben als soziale Wesen. So, und wenn dann jemand sich wagt, aus der Herde auszubrechen, fragen dann natürlich sofort alle: Ja, worhin käme wir denn, wenn das jetzt jeder machen würde? Wenn jetzt jeder so frei sein möchte und das anders machen möchte, als die Herde das tut. Aber dann muss man auch eigentlich die Gegenfrage stellen: Wohin käme man denn, wenn jeder immer nur fragen würde, wohin man denn käme und keiner mehr eigentlich ginge, um wirklich mal zu schauen, wohin man denn mal käme, wenn man denn mal ginge. Genau, und der Satz ist so wunderbar mir im Gedächtnis geblieben, beziehungsweise als ich ihn damals gehört habe ich gesagt, ja, genau das ist es. Die anderen Leute haben diese Vorstellungskraft nicht, die du jetzt hast. Die sehen, die haben diese Visionen nicht, die du hast, diesen Traum nicht, den du hast, die können das gar nicht nachvollziehen. Und natürlich werden die dann rational dir davon abraten, weil sie das eben alles so gar nicht fühlen, was du fühlst. Und dann ist mir klar geworden, das war wieder so ein Moment, Bingo, du musst es durchziehen, weil erst, wenn du es ausprobiert hast, kannst du wirklich sagen, ob das funktioniert oder nicht. Und noch so ein schöner Spruch, den ich dann gehört habe, ist, wir sind im Leben nicht nur dafür verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht getan haben. Und das war so ein Moment, wo ich dann sagte, du hast dir das alles sein Leben lang so vorgestellt und jetzt hast du die Möglichkeit, du musst jetzt nur noch springen und dann bin ich gesprungen. Dann habe ich gesagt, okay, du musst es jetzt einfach machen, weil das alles wäre jetzt komplett umsonst gewesen und du würdest dir vermutlich auf dem Sterbebett Riesenvorwürfe machen, wenn du das jetzt nicht probiert hättest, weil du jetzt wirklich die Möglichkeit dazu hast und es dann nicht gemacht hast. Nur diesen Finalen, dieses letzte bisschen einmal jetzt zu springen ins Ungewisse, das hast du dich nicht getraut und das hätte ich mir dann wahrscheinlich ewig vorgeworfen, wenn ich es nicht getan hätte. Ja, und auch generell, von Angst musste ich mir, musste ich mich hier im Chorgamertreff immer freimachen von Anfang an, dass hier irgendwas kaputt gehen könnte, dass hier immer was klauen könnte. Ich hatte am Anfang immer Angst, dass hier irgendwas passieren könnte. Ich konnte mir hier nie eine Versicherung leisten. Das Ladenlokal ist, also eine Versicherung von einem Ladenlokal, was mit einem Schaufenster ausgestattet ist und wo Hardware drin ist, ist völlig unverhältnismäßig teuer. Von daher blieb mir stets auch hier überhaupt nichts anderes übrig, als das Urvertrauen, dass hier alles gut wird. Und es hat wirklich auch lange gedauert, mich dieser Angst, von dieser Angst hier freizumachen. Das war auch ein wirklich wichtiger Prozess für mich, weil ich mich hier sonst überhaupt nicht hätte entspannen können, wenn hier ständig mit meinen Sachen Leute meine Sachen benutzen oder jemand hier was klauen könnte, was kaputt gehen könnte und ich mir da den ganzen Tag Gedanken drüber machen müsste. Ja, das war ein Prozess, das hat einige Zeit gedauert, aber das war wichtig und mittlerweile bin ich da so, dass ich da sehr entspannt bin. Wie ihr wisst, das haben ja auch schon viele Leute schon öfter gesagt, dass sie das gar nicht nachvollziehen oder dass denen das unheimlich schwer fallen würde, so locker mit den Sachen umzugehen wie ich. Und ja, das ist mir auch schwer gefallen am Anfang. Aber es war ganz wichtig, dass es funktioniert, sich von dieser Angst freizumachen, von vielen Ängsten auch, von Ängsten, dass hier irgendwelche bescheuerten Leute reinkommen und mir den Laden demolieren, dass hier irgendjemand einbricht oder dass hier, was weiß ich, mich jemand verklagt. Ich hatte unheimlich viele Ängste, dass hier irgendwelche Dinge passieren würden, auf die ich dann keine Antwort hätte. Und die einzige Lösung, der einzige Weg aus Angst führt durch die Angst hindurch. Also einfach das zu machen, die Angst zu spüren, wahrzunehmen und trotzdem weiterzugehen. Ja, das ist meiner Meinung nach ganz wichtig und das ist eine der größten Learnings, die ich hier im Choriamatreff machen durfte. Nummer vier, genau, Reichtum, habe ich hier aufgeschrieben. Also mir war von Anfang an klar, dass ich durch den Choriamatreff praktisch mein gesamtes Erspartnis aus über zehn Jahren Vollzeitarbeit riskieren würde, zu verlieren. Andere in meinem Alter hatten sich längst ein schickes Auto gekauft, eine Wohnung oder ein Haus angefangen zu bauen oder ganz viele andere tolle Sachen. Und das habe ich nie gemacht. Ich habe immer das Geld gespart und war mir nie sicher, was ich damit machen würde, aber mir war klar, ich werde es irgendwann in mich, in meine Persönlichkeit, in meine Persönlichkeitsentwicklung, meine Freiheit investieren und nicht in irgendwelche Konsumgüter. Dann habe ich mich gefragt, ob das alles, das wirklich wert ist, hier mit dem Core Gammer-Treff. Wie gesagt, dass ich praktisch mein gesamtes Erspartes hier in Gefahr laufe zu verlieren. Und dann habe ich mich gefragt, was ist Reichtum wirklich für mich persönlich? Und dann habe ich auch da wieder lernen dürfen. Der wahre Reichtum ist für mich persönlich, wenn ich brillante Ideen habe, Energie habe, diese umzusetzen, das Durchhaltevermögen für sie einzustehen, auch wenn es hart wird, und das Urvertrauen, dass sie auch funktionieren werden. Das ist für mich der wahre Reichtum und nicht, wie viel Geld ich auf dem Konto habe. Durch die Corona-Pandemie beispielsweise wurde mir das dann auch mit dem Durchhaltvermögen insbesondere nochmal enorm gechallenged. Weil ich konnte ja hier quasi drei Jahre alles, was ich mir hier aufgebaut hatte, so nicht mehr weiter betreiben. Konnte keiner rein, teilweise nur noch einzelne Personen. Da konnte man sich hier nur noch mit einer Person treffen. Und ja, dementsprechend kamen da keine Einnahmen mehr rein, wirklich, außer von den Leuten, die das hier weiter unterstützt haben, was auch nur noch am Ende eine Handvoll Leute waren. Aber ich habe dann durchgehalten und als die Pandemie dann vorbei war, habe ich dann richtig gemerkt, wie ich dafür belohnt wurde, das durchzuhalten. Nämlich einfach nicht aufgegeben zu haben. Weil es kamen dann innerhalb von ungefähr einem halben Jahr tatsächlich mehr Leute denn je. Und man merkte regelrecht, dass viele auch durch die Pandemie überhaupt erst verstanden hatten, dass sie dringend so einen Ort brauchen wie den Chorgammer-Treff, um anderen Menschen wieder in der realen Welt begegnen zu können. Die Menschen haben dann durch die Corona-Pandemie zum Glück auch wieder gelernt, dass man eben nicht alles durch die digitale Welt ersetzen kann. Dass man als Mensch eben soziales Wesen auch einen Ort braucht
Reichtum Jenseits Vom Kontostand
mooder Orte, wo man anderen Leuten auch in der echten Welt begegnen kann. Genau, dann habe ich mir aufgeschrieben: Ziele, genau. Ziele ist ja so ein Punkt, wo viele Leute auch, aus dieser Persönlichkeitsindustrie, Entwicklung ein ganz komisches Mindset meiner Meinung nach haben, die dann immer so Ziele fokussiert sind und dann sagen, du musst dir Ziele setzen und wenn du das Ziel erreichst, dann wird alles gut sein und keine Ahnung was. Und ich sehe das tatsächlich auch hier wieder sehr stark von Dieter Lange inspiriert, komplett anders, weil ich denke, Ziele sind eigentlich nur Durchgangsstationen. Also letztendlich sind Ziele nicht das, was uns glücklich macht, weil ich habe es oft erlebt, dass ich Ziele erreicht habe und dann, also beispielsweise, wenn ich mal ein Turnier gewonnen habe oder so, und es waren unfassbare Anstrengungen, das ganze Training und das ganze Mentale dahinter. Und wenn ich dann gewonnen habe und dann da stand, habe ich dann gemerkt, ja, das war jetzt alles, also dafür hast du das gemacht. Es war jetzt überhaupt nicht der Moment, wo man so drauf hingefiebelt hatte, dass jetzt irgendwie was Tolles passieren würde. So im Gegenteil, ich habe mir gedacht, irgendwie hat sich das hier alles überhaupt nicht gelohnt. Und dann ist mir klar geworden, dass die Ziele, genau, Dieter Lange sagt das so, die Ziele sind die Kapitel im Buch deines Lebens. Und was du brauchst, ist aber der Titel im Buch deines Lebens. Das heißt, die Ziele sind in Ort, Zeit und Form Dinge, die du erreichen möchtest. Aber letztendlich, was du brauchst, ist halt vielmehr eine Richtung, wo du hingehst. Und die Ziele sind dann nur Durchgangsstationen. Viele Leute sind ja total getrieben durch ihre Ziele, für die ihr Leben ja wie eine Zielerreichungsstaffel. Die wollen irgendwelche rennt irgendwelchen Titeln hinterher oder wollen irgendwelche Kontostände erreichen oder irgendwo, also alles muss immer messbar sein. Dadurch zeichnen sich Ziele aus, dass man irgendwas messen kann. Aber nicht alles, was man messen kann, ist wichtig. Und nicht alles, was wichtig ist, kann man messen. Und das ist mir halt klar geworden. Also mit dem Core Gamer-Treff hier habe ich keine konkreten Ziele gehabt. Also das Ziel war einfach nur, Dinge auszuprobieren und dann zu gucken, was hier passieren würde. Wer würde vorbeikommen, welche Spiele würden wir spielen und was kann dann daraus entstehen. Also es gab nicht das Ziel, ich möchte jetzt hier in drei Jahren unbedingt mit selbstständig sein oder ich möchte jetzt hier
Ziele Als Durchgangsstationen
mo30 Supporter in zwei Jahren erreichen oder jedes Jahr 10 Supporter. Sowas habe ich nie gemacht, solche Ziele habe ich mir nie gesteckt. Im Gegenteil, ich habe das Ganze immer versucht, ganz locker zu sehen und einfach zu schauen, das, was kommt, nehme ich mit. Und mal gucken, was sonst noch so passieren kann, was für neue Ideen entstehen können dadurch. Genau, dann Punkt 6, Urvertrauen, genau. Urvertrau ist, was immer dir im Leben passiert, ist für dich. Ich habe so viele Leute im Chorgamer-Treff von Anfang an vertrauen müssen und bin damit tatsächlich auch nie auf die Schnauze gefallen. In so vielen Situationen hätten mich Menschen beklauen, betrügen können, aber sie taten es nicht. Die ganzen Konsolen, Spiele, Controller, im Prinzip alles, was hier rumliegt, selbst der ganze Getränkeverkauf läuft komplett auf Vertrauensbasis. Die Kasse ist hier komplett offen, zugänglich. Und ich habe nicht das Gefühl, dass ich hier betrogen werde von Leuten. Meine Erfahrung ist also ganz klar, es hemmt Menschen zu betrügen, wenn man ihnen vertraut. Natürlich ist aber auch ganz wichtig, dass man klare Spielregeln aufstellen muss. Und wenn sich jemand nicht daran hält, muss man auch zwingend, muss es auch zwingend Konsequenzen geben. So gibt es hier auch zum Beispiel von Anfang an die Regel, dass jeder, der hier irgendwas klaut, sofort und für immer Hausverbot bekommt. Und diese Regel in Kombination mit diesem Urvertrauen den Menschen gegenüber, hat hier in acht Jahren dazu geführt, dass ich hier eigentlich noch nie das Gefühl hatte, dass mich hier jemand beklaut hat. Es ist schon mal was weggekommen, aber da glaube ich nicht, dass es jemand geklaut hat, sondern eher, dass da was versehentlich eingesteckt wurde. Ein Riesenthema hier sind ja immer diese Konverter beispielsweise. Und da passiert es total häufig, dass meiner wegkommt. Ich ärgere mich dann auch immer, weil die Leute sich selber keine kaufen und die dann hier leihen und die dann mitnehmen. Das finde ich immer total asozial, egoistisch. Aber auch da habe ich schon mehrfach erlebt, dass dann nach einem halben Jahr oder so ich auf irgendeinem Turnier von jemandem angesprochen wurde, hey, ich hatte versehentlich den Konverter eingesteckt, hier könnt ihr wiederhaben. Und die dann alle irgendwann wieder aufgetaucht sind. Also das passiert schon mal, dass jemand versehentlich was einsteckt, aber ich habe nie das Gefühl, dass hier jemand wirklich klaut, also bewusst hier was mitnimmt, um sich da persönlich dran zu bereichern. Genau, das zum Thema Urvertrauen. Dann siebter Punkt, Enttäuschung, genau. Jede Enttäuschung ist letztendlich nur die Ursache einer falsch angesetzten Erwartung. In den acht Jahren habe ich hier so viele unzählige Treffen veranstaltet. Und auch außerhalb vom Treff, Events und so weiter, Turniere, alles Mögliche, wisst ihr. Und manchmal
Urvertrauen Mit Klaren Regeln
mokamen hier wirklich sehr wenige Leute, manchmal kamen sehr viele Leute und oft haben mich auch Leute dann gefragt, wenn die reinkommen und an einem Tag nicht viel los waren, die mich dann enttäuscht angeschaut und gefragt, ist das denn okay, so kommt denn jetzt noch jemand, bin ich jetzt hier der Einzige? Und ich habe das aber nie als Enttäuschung aufgefasst, weil ich grundsätzlich nie die Erwartungen habe, oder zumindest versuche ich das nie zu haben, dass hier viele Leute reinkommen werden. Es reicht mir persönlich auch, wenn auch nur vereinzelte Personen kommen. Also zum Beispiel auch mal, wenn nur eine Person kommt und man dann mal die Gelegenheit hat, mal gemütlich mit der Person was zu zweit zu spielen, wo man sonst nicht zu kommen würde, weil man einfach ja so viel auf einmal hier hat, wenn so viele Leute hinkommen, dann nehme ich das einfach so, wie es kommt, die Gelegenheit. Klar, manchmal erwische ich mich dann auch so, dass ich ja, dass ich dann auch so ein bisschen die Erwartungen dann habe und dann auch mal schon mal anfangen zu mosern. Hab der ein oder andere von euch ja wahrscheinlich schon mal mitbekommen, kann ich mich auch nicht von freisprechen, wenn jetzt mal wieder so viele Leute irgendwie abgesagt haben und ich dann die Erwartung dann halt hatte, dass jetzt irgendwie was Tolles hier passieren wird. Aber dann erinnere ich mich auch immer wieder an diesen Merksatz, jede Enttäuschung ist nur die Ursache einer falsch angesetzten Erwartung. Und dann mache ich einfach das Beste draus. Selbst wenn nur eine Person kommt, wie gesagt. Es gibt so viele Spiele, die ich selbst so zwei Stunden lang mit Leuten hier spielen kann. Ja, Nummer 8, Sinnhaftigkeit. Genau. Bei meiner alten Arbeit hatte ich eine enorme Sinnlosigkeit gespürt. Und das hat mich total fertig gemacht. Also habe ich mich mit dem Core-Gamer-Treff von Anfang an gefragt, wie ich verhindern kann, dass mir das hier nicht irgendwann auch genauso passieren wird, dass sich das alles total sinnlos für mich anfühlt. Und je mehr ich darüber nachgedacht habe und mich dann auch wieder weiter mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinandergesetzt habe, habe ich dann auch wieder lernen dürfen. Im Prinzip läuft es so: die allermeisten Firmen bzw. Produkte befriedigen immer nur die Angst vor, die Gier nach, die Langeweile wegen oder die Notwendigkeit, um etwas zu tun. Und nur ganz wenige können überhaupt behaupten,
Erwartungen Und Enttäuschungen
mosinnvoll, weil. Also habe ich mir geschworen, dass das, was ich hier mache, unbedingt sinnvoll sein muss, weil ich möchte, dass es sinnvoll ist. Es soll sinnvoll sein, weil ich dadurch Menschen helfe, einen gesünderen Umgang mit Videospielen zu finden, beispielsweise. Oder sinnvoll, weil es Menschen hilft, aus ihrer Einsamkeit zu kommen. Letztendlich sinnvoll, weil ich hiermit einen Beitrag leisten kann zu einer Welt, in der ich auch leben möchte. Und das ist für mich halt Sinnhaftigkeit. Und das ist für mich das Schlimmste gewesen in vielen Jobs, in denen ich war, wenn diese Sinnhaftigkeit verloren gegangen ist, wenn man also gar keinen Sinn mehr daran gesehen hat. Das Eigentliche. Was ist das Eigentliche, warum man das hier macht? Und wenn das nicht mehr da ist, wenn ich das nicht mehr gespürt habe, dann war immer ganz, ganz schlimm, sich noch zur Arbeit zu quälen. Und deshalb bin ich hier super glücklich und froh, dass ich diese Sinnhaftigkeit hier enorm gefunden habe. Und es gibt mir auch eine enorme Kraft, das hier immer weiterzumachen. 9. Perfektionismus, genau. Beziehungsweise Perfektionismus und Pragmatismus, genau, ich nenne das Pragmatismus. Perfektionismus ist, wenn du wenn alles immer perfekt sein muss. Pragmatismus ist, gut ist immer gut genug. Ich sage immer diese 80-20-Regel. 80% mit 80% des Aufwands, um irgendwas zu erreichen, ist sinnvoll, ist im Rahmen. Damit schaffst du alles. Und die letzten 20%, um es perfekt zu machen, sind unheimlich anstrengend. Und die lasse ich bewusst einfach weg. Das ist wirklich
Sinn Statt Sinnlosigkeit
momein Credo hier. Immer alles pragmatisch machen. Pragmatisch heißt, alles weglassen, was nicht zum Ziel führt. Keine Gimmicks drumherum, nur das absolut Notwendigste. Weil ich bin hier dreimal die Woche, ich mache hier extrem viele Sachen. Und wenn ich jedes Mal immer diesen Perfektionismus hier mit reinbringe, dann würde mich das selbst so unfassbar schnell ausbrennen. Und das brauche ich gar nicht, weil 80% reicht. Die letzten 20% sind nicht nötig dafür, dass Leute hier hinkommen und Spaß haben. Deshalb, Verkabelung, guckt euch hier um. Hier ist keine schöne Verkabelung. Macht auch gar keinen Sinn, wenn ich hier jedes Mal alles neu verkabeln würde, so oft wie Leute hier irgendwas ein- und ausstecken, hätte ich schon keine Haare mehr auf dem Kopf. Und das ist halt mit ganz vielen Sachen so. Es sollte so sein, dass es pragmatisch, in der pragmatischen Umsetzung hier im Alltag funktioniert. Und das reicht dann aber auch. Perfekt muss ja nicht sein. Also alles, was funktioniert und sich bewährt hat, kann so bleiben, wie es ist. Perfekt sein muss es nicht. Genau. Und dann der zehnte und letzte Punkt, genau. Also mal schon am Ende angekommen, ne? Menschen wollen unterstützen. Das war für mich wahrscheinlich das allerwichtigste Learning, deshalb habe ich das auch ganz zum Schluss nochmal hingesetzt. Das letzte und für mich wohl größte Learning ist, dass Menschen mich hier gerne unterstützen möchten. Das ist mir besonders schwer gefallen, weil in meiner früheren Arbeitswelt habe ich leider gelernt, dass es immer besser ist, alles ganz alleine zu machen und mich bloß nicht auf andere Leute zu verlassen oder andere Leute mit ins Boot zu holen, weil die mir am Ende des Tages sowieso nur ein Messer an den Rücken rammen werden. Das war einfach die Erfahrung, die ich leider gemacht habe, sobald sie die Möglichkeit dazu bekommen haben. Also habe ich mich dann irgendwann komplett von allen Arbeitskollegen isoliert, meine Bürotür zugemacht und möglichst mit niemandem mehr ein Wort geredet auf der Arbeit. Durch den Chorgamer-Treff
Pragmatismus Gegen Perfektionismus
mohabe ich dann aber wieder lernen dürfen, Menschen zu vertrauen. Vertrauen darin, dass sie das wirklich gut meinen und ernst meinen, wenn sie ihre Hilfe mir anbieten. Gut meinen ohne Hintergedanken, was für sie dabei letztendlich rausspringt oder wie sie ihre Machtposition durch mich verbessern können. Genau, hier haben Menschen wirklich völlig selbstlos mir ihre Hilfe anbieten wollen von Anfang an, weil sie an meine Idee geglaubt haben und wollten, dass sie auch funktioniert. Menschen haben mir alles Mögliche gespendet, von Hardware wie Konsolen, Spiele, Controller, wirklich alles. Möbelstücke, Tische, Stühle, dieser riesige Fernseher, alles was hier im CGT ist, das ist unglaublich, aber alles, was hier im CGT ist, oder fast alles, wurde mir von anderen Leuten äußerst großzügig gespendet. Großteile der Retro-Ecke von den ersten Leuten, die hingekommen sind. Mark Fuchs zum Beispiel, unheimlich viel gespendet an Sachen hier. Chris Green, Masmo, das sind Leute, die waren von Anfang an hier mit dabei und die haben von Anfang an hier ihre Sachen angeschleppt und gerne zur Verfügung gestellt für die Allgemeinheit. Das ganze Streaming-Equipment, samt dem PC, Capture-Cards, Mikrofonen, alles von Hedy gesponsert. Weil er wollte, dass hier der CGT endlich einen vernünftigen Stream hat, der funktioniert. Hat er sich darum gekümmert, dass das alles läuft und seitdem funktioniert das ja auch. Ein Großteil der ganzen Monitore, die hier sind, hat der Christian gespendet, weil er wollte, dass hier vernünftige Monitore sind, wenn er hier hinkommt und hier Street Fighter-Turniere spielt, die auch in 120 Hertz funktionieren, als es dann halt mit der Xbox Series S hier dazu kam, dass Street Fighter 6
Menschen Wollen Helfen
moda drauf wirklich wesentlich besser läuft. Dann diverse Hardware, Retro-Hardware von Peti, dann wie gesagt, dieser riesige Fernseher hat der Cenzo damals gesponsert, dann diese Soundbar dazu von Steven, hieß er, genau. Und so vieles mehr, ich kann jetzt hier gar nicht alles aufzählen, aber wirklich, so gut wie jeder, der hier reingeht, hat immer irgendwann mal irgendwas gespendet hier für die Allgemeiner da. Oftmals fragen mich auch die Leute, wie ich mir das hier alles überhaupt leisten kann und ob das nicht alles unfassbar wertvoll ist, was hier drin ist. Und dann sage ich immer, naja, also das hab ich gar nicht gekauft. Das haben andere Leute hier der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Und oftmals waren das ja auch sogar Sachen, die bei denen im Keller verschimmelten oder nicht mehr genutzt wurden. Und das finde ich dann immer besonders schön, weil somit haben die Leute dann hier Sachen angeschleppt, die dadurch dann auch eine zweite Chance bekommen. Und das finde ich immer besonders toll im Namen der Nachhaltigkeit, dass man eben Equipment irgendwie auch noch weiter nutzt und nicht einfach nur wegschmeißt. Diese ganzen Röhrenfernseher, die wir haben hier beispielsweise, das ist doch wunderbar, dass es in der heutigen Zeit noch eine Verwendung für Röhrenfernseher hier in der Retroecke gibt. Weil die ja mit einer enormen, mit einem enormen Ressourcenverbrauch in den 90ern gebaut wurden. Und wie schade wäre das, wenn man die Geräte jetzt alle wegschmeißen müsste. Genau, das waren meine zehn Learnings aus fast acht Jahren Projekt Chorgammertreff hier zur 100. Jubiläumsfolge des Chorgammertreff Podcasts. Wir machen hier heute weiter mit dem CGT Masters Event, wo ganz viele Leute vorbeikommen werden, um ihre Lieblingsspiele gleich live on Stream zu präsentieren. Die könnt ihr euch dann auf twitch.tv. Churgammertreff anschauen. Oder ihr könnt auch einfach vorbeikommen. Das findet heute statt und am Samstag im Rahmen der Digitalwoche. Das ist eine ganz tolle Sache hier in der Stadt München-Gladbach, wie hier die Digitalwoche gerade anläuft. Ich war gestern auf der Eröffnungsfeier im Schloss Reith und habe ganz viele tolle Leute kennengelernt, die auch ihre Leidenschaft in Bezug auf Digitalisierung jetzt in ganz vielen tollen Projekten in dieser Woche ausleben können in der Stadt und etwas anbieten. Das könnt ihr euch alle gerne mal anschauen, was die anderen auch so machen. Die Digitalwoche ist tatsächlich auch bundesweit eine bundesweite Aktion, aber wir hier in Mönchengladbach haben das gebündelt für die Stadt Mönchengladbach jetzt hier auch ganz toll zusammenbeworben und deshalb an der Stelle nochmal ein kleines bisschen Aufmerksamkeit für die Digitalwoche hier in der Stadt Mönchengladbach. Ja, dann vielen Dank, dass ihr wieder dabei wart und bis zum nächsten Mal. Tschüss.