Core Gamer Treff Podcast

Fünfjähriges Jubiläum des CGT mit Peti aka Spider1276

machomanmo Season 1 Episode 11

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In dieser Podcast Folge habe ich einen der treuesten CGT Supporter, der von Anfang an mit dabei war am Start: Peti aka Spider1276

Ich erzähle anlässlich des fünfjährigen Jubiläums darüber, wie ich den Core Gamer Treff gegründet habe und vor allen Dingen aus welcher persönlichen Motivation bzw. Hintergrundgeschichte von mir.

Anschließend lassen wir 5 Jahre Core Gamer Treff und damit über 500 Treffen Revue passieren und schwärmen von unseren schönsten Erinnerungen hier im Core Gamer Treff.

Am Ende wagen wir einen Blick in die Zukunft und ich erzähle in wie fern der Core Gamer Treff sich verändern wird und hoffentlich weiter wachsen wird.

Intro Soundtrack:
Artist : chibi-tech
Album : Psyvariar THE MIX
Release date: 2008

Mid-Roll Soundtrack:

Sonorode - NES Cafe

Dieser Podcast dreht sich um den Core Gamer Treff - ein Treffpunkt in Mönchengladbach NRW für volljährige Fans von lokalen Multiplayer Spielen.

Wir haben unseren eigenen privaten Treffpunkt, wo wir regelmäßig zusammen kommen, einfach nur so zum Spielen, Quatschen und Spaß haben.

Und auch ihr seid herzlich eingeladen dabei zu sein!
Also kommt uns doch einfach mal besuchen. Wir öffnen regulär jeden Dienstag ab 17 Uhr Freitags ab 17 Uhr und Samstags ab 14 Uhr und darüber hinaus veranstalten wir auch regelmäßig Special Events.

Kommt einfach in unser Discord oder schaut auf unserer Homepage vorbei, um mehr über uns zu erfahren.

SPEAKER_00

Ja, Leute, willkommen zurück zum Chorgamer Treff Podcast. Heute mit einer besonderen Folge, weil wir feiern hier jetzt fünfjähriges Jubiläum. Am 3.12.2018 haben wir hier den Chorgamer-Treff, das Ladenlokal, eröffnet. Und deshalb habe ich auch einen ganz besonderen Gast heute mit dabei, den Peti, aka Spider, der auch eigentlich von Anfang an mit dabei war und wahrscheinlich die Person ist, die neben mir hier am allerhäufigsten, in den allermeisten Treffen auch mit dabei war. Aber für alle, die dich nicht kennen, stell dich doch einmal vor, wer bist du? Wie alt bist du? Wo kommst du her?

SPEAKER_01

Ja, also ich bin der Peter, wie gesagt, as known as Spider1276. Ich weiß auch nicht, so ein Mischmarsch aus meinem Lieblings-Comikhelden und halt meinem Geburtsdatum.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Und ja, ich bin selber 47 Jahre alt, muss dazu sagen, stolzerweise wahrscheinlich der älteste hier im CGT.

SPEAKER_00

Ist das so? Ich bin mir gar nicht sicher.

SPEAKER_01

Doch, ich glaube, ich halte noch mittlerweile so den Altersrekord hier auf. Aber es fällt gar nicht auf. Ich hoffe, dass es nicht auffällt, genau. Und ja. Ja, was gibt es sonst über mich zu sagen? Also ich komme aus Münchengarfer Hart. Das ist eher so die letzte Ecke hinten vor Viersen, wenn jemand Viersen kennt. Ja, ich sage immer zu den Leuten so in der Nähe des Nordparks.

SPEAKER_00

Wie lange fährst du dann hier hin?

SPEAKER_01

Circa Viertelstunde, 20 Minuten, wenn ich über die Autobahn fahre.

SPEAKER_00

Also der weit entfernste Punkt quasi von hier. Also im ganz Gladbach ist man innerhalb von 20 Minuten mit dem Auto, würde ich mal sagen.

SPEAKER_01

Genau, richtig. Ja, um zu meiner Person selber nochmal ganz kurz, also ich spiele seit meinem vierten Lebensjahr Videospiele, kann man sagen. Früher gab es ja jeder Pommes Boon in Automaten und mein liebstes Ding war halt Donkey Kong Junior. Da ist dann jeden Monat im Prinzip, glaube ich, zwei Mark oder so bekommen von meiner Mutter. Und ja, die habe ich dann da drauf gehauen und habe meistens auch nicht mal das erste Level irgendwie geschafft. Ja, ansonsten, wie gesagt, bin verheiratet. Ja, was kann man sonst noch so sagen?

SPEAKER_00

Ja, kommen wir mit Sicherheit gleich noch drauf. Dann stelle ich einmal das Thema heute vor. Und zwar wollen wir ja über das fünfjährige Jubiläum sprechen und dementsprechend Revue passieren lassen, was hier so in fünf Jahren passiert ist. Ich war schon mal vor, normalerweise bin ich ja immer derjenige, der sich eher zurückhält und die anderen befragt. Die Gäste heute werde ich ein bisschen viel auch erzählen selber. Ich hoffe, das nervt euch nicht, aber ich habe halt eine gewisse Vergangenheit, die dazu dann geführt hat, dass ich hier dieses Ladenlokal dann angemietet habe und den Core Gamer Treff gegründet habe und dann steigst du eigentlich dann im Prinzip auch mit ein, weil dann haben wir uns ja auch kennengelernt.

SPEAKER_02

Richtig, genau.

SPEAKER_00

Ja, genau. Dann will ich einmal aus dem Nähkästchen plaudern, wie das alles hier entstanden ist mit dem Core Gamer Treff. Und zwar ist es für mich so, dass ich, ja, ich war in einer eigentlich sehr guten Lebenssituation, hatte eine gut bezahlte Arbeit, eine gute Work-Life-Balance. Meine Arbeit hat mir zugelassen, auch noch öffentlich Feierabend zu machen, zumindest freitags. Ich war bin auch noch verheiratet, bin auch Vater schon sehr, sehr früh geworden. Und eigentlich war alles super und schön in meinem Leben. Aber eines Tages habe ich dann wie so oft in meinem Büro gesessen und mich dann gefragt, ja, aber ist es das alles jetzt so? Ich glaube, das zurückwirkt mit Traffe. Du hast vielleicht auch so eine Midlife-Crisis, die viele vielleicht haben. Das kann auch sein, dass es daraus entstanden ist. Jedenfalls habe ich mich dann gefragt, eigentlich hast du alles, aber irgendwie fehlt ja auch was so. Ja, und dann habe ich mal so ein bisschen recherchiert und so über Lebensglück und wie man sich selbst so seine Träume erfüllt und so. Und hab dann gemerkt, ja, du bist recht weit gekommen im Leben, aber so was dir fehlt, ist so eine Sache, nämlich so ein Purpose, wie die im Englischen immer sagen, so einen Grund oder etwas, was mir auf der Arbeit halt nicht gegeben ist. Ja, was wofür ich mich wirklich anstrenge und Lust habe, alles zu geben dann auch. Und dann habe ich dann weiter recherchiert und geguckt, wie findet man sowas und so. Und dann habe ich in meiner Vergangenheit ein bisschen nachgedacht und gewühlt und festgestellt, ja, was mir eigentlich immer wichtig war, sind tatsächlich das Thema Videospiele gewesen. Ja, weil ich von kleinster Kindheit auf, auch so wie du, du hast es eben auch erzählt, erst mit den Heimcomputern groß geworden bin. Also die haben mich immer, alles was Videospiele war, hat mich immer von klein auf magisch angezogen. Also ich weiß noch, dass zum Beispiel Freunde und Bekannte, die hatten dann einen C64 oder einen Atari und wann immer ich sowas gesehen habe, habe ich dann versucht, da irgendwie was von wahrzunehmen. Ich war ja selber noch in einem Alter, ich war, ja, ich konnte noch nicht lesen und schreiben, ich konnte also gar nicht so ein Gerät selber bedienen, aber ich wollte trotzdem mal den Joystick anfassen und mal gucken, ob ich da auch mitspielen kann und so. Und dann haben natürlich viele Leute dann mich auch mal gelassen und so von Freunden und Bekannten. Und ich habe dann immer versucht, das hinauszuzögern und meine Mutter dann irgendwie dazu zu bringen, länger zu bleiben, damit ich auch mal ein bisschen spielen kann oder mich mit Leuten zu verabreden, die sowas hatten, aber die waren dann dementsprechend halt auch viel älter als ich, weil ich halt noch so klein war. Gab es quasi keine Möglichkeit, sowas selber zu besitzen oder das da irgendwie Einfluss drauf zu nehmen, wann immer es die Möglichkeit gibt, an sowas zu spielen. Und ja, dann habe ich dann, glaube ich, mein erstes Gerät wahrscheinlich mit fünf oder sechs bekommen, war dann ein Gameboy, wie so viele, das war damals der Megatrend. Da haben dann zu dem Weihnachten, ich glaube, das war wirklich auch, wo der Gameboy neu war, haben alle dann irgendwie ein Gameboy bekommen und ich hatte dann auch.

SPEAKER_01

Ich auch. Du war auch wahrscheinlich. Genau, ich war auch direkt zum Start dabei.

SPEAKER_00

Also es war erinnerst du dich auch noch an diese coole Packung, wo du dann auf jeden Fall, ja, wie nennt man diesen Style? Jedenfalls so ein Strichen gezeichnete Männchen mit dem mit dem Gameboy in der Hand dann und Tetris war dabei.

SPEAKER_01

Ja, richtig, genau, Tetris, genau. Das war ja grundsätzlich, glaube ich, in einem Grundpaket dabei. Und das wurde dann auch rauf und runter gespielt, also in allen Schwierigkeiten und was weiß ich, mit allen Musikstücken, die dabei waren. Das war super.

SPEAKER_00

Okay. Und das nächste, was ich dann bekommen hatte, war wahrscheinlich ein Jahr später, weil da war ich dann irgendwie so in der ersten oder zweiten Klasse, ich glaube, ich war sieben. Also in der ersten Klasse, ja, genau. Sieben eingeschult worden. Da habe ich dann einen Sega Mega Drive bekommen. Und da den hatte ich dann, ich dachte, das ist eine der meiner stärksten Erinnerungen wirklich an meine Kindheit. Da habe ich dann auf so einen Speicher oben gehabt und da haben wir dann den angeschlossen und dann den zum ersten Mal zum Laufen zu bringen. Mein Herz hat geklopft. Ich hatte richtig Angst, dass mein Vater das nicht schafft. Weil damals war ja noch der Struggle, du hattest ja so einen Antennen-Receiver und musstest ja erstmal die Frequenz einstellen und da haben wir uns unheimlich schwer mitgetan. Und ich hatte so eine Angst, also ich weiß, es kam irgendwie Stunden vor, bis das Ding mal lief. Und als es dann lief, war ich so glücklich, weil ich so Angst hatte, dass es nicht funktionieren würde. Und dann habe ich dann auch sofort Turtles in Time und Streets of Rage dazu bekommen. Und das habe ich dann rauf und runter gespielt und immer Schulkameraden eingeladen, die kamen dann zu mir und dann haben wir gespielt. Und deshalb hat der Sega Megadolf bei mir auch einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, weil es so die erste Konsole war, wo ich nicht nur selber Zugriff drauf hatte, sondern auch, wo ich dann Leute zu mir einladen konnte und mit denen zusammenspielen konnte. Und gerade so die Beat'em'ups, die frühen Turtles in Time und Streets of Rage, die waren ja schon, nee, Hyperstone heißt so das auf dem Megadolf.

SPEAKER_01

Ja, genau, richtig.

SPEAKER_00

Die waren ja schon damals wirklich sehr gut, sehr gute Co-op-Experience. Wir spielen ja heute noch.

SPEAKER_01

Ja, auf jeden Fall hoch und runter.

SPEAKER_00

Das kann man einfach, diese Spiele kann man einfach prima mit Leuten spielen, auch mit Leuten, die sich noch nicht gut auskennen mit Videospielen, da kommt man einfach prima rein. Ja. Und dann war es so, dass ich dann meinen ersten PC mit 13 bekommen habe tatsächlich. Und genau, den musste ich dann auch selber einrichten, alles. Und das war auch am Anfang voll der Struggle, weil dann war da irgendwie Windows 98 drauf und dann lief da nichts, weil Windows 98 war noch so neu, das war so verbuggt am Anfang. Und dann haben Freunde mir gesagt, du brauchst Windows 95. Und dann war die erste Amtshandlung, wie kriege ich Windows 95 da installiert. Da musste ich dann als 13-Jähriger mir selbst beibringen, wie ich eine Startdiskette erstelle und dann da Windows 95 installiere.

SPEAKER_01

Ich habe es sogar noch besser gemacht wie du. Ich habe einen Computer gekauft, schmeiß den Computer an, denke, warum hast du ein schwarzes Bild? Und dann stand da irgendwas mit DOS. Ja, gut, ich hatte keine Ahnung, dass ein Computer ein Betriebssystem braucht. Also es hat mir auch keiner gesagt, wie man das da drauf bekommt. Dann habe ich irgendwelche Zeitschriften gekauft und habe mir das im Prinzip selbst beigebracht, wie man so einen Computer zum Laufen kriegt. Ja, und letztendlich hat es dann irgendwie geklappt. Ich meine, so viel musste man natürlich beim Installieren nicht beachten. Es ging relativ einfach, bis auf so ein paar Treiber, die dann von Discs kamen und so. Früher war ja alles von Floppy Disc noch abhängig mit Treibern.

SPEAKER_00

Aber der war dann wahrscheinlich sogar noch ein bisschen früher als mein erster Computer, wenn da noch DOS drauf war. Weißt du noch, was das für einer war, ein 486er oder sowas vielleicht dann?

SPEAKER_01

Nee, das war schon einer der ersten Pentium, ich glaube Pentium, nee, warte mal, es war sogar ein Zelleron, Entschuldigung. Es war ein für die damalige Zeit moderner Zelleron, der so in der Zeit der Pentium 3.

SPEAKER_00

Ja, okay, okay. Ja, ich weiß noch genau, mein erster Computer war ein K62, AMD K62, 333 MHz. Das war so die Zeit, wo dann erstmals AMD auch mit Intel konkurriert hat. Und ich hatte den absoluten Billig-PC. Damals hatten alle schon eine Voodoo-Grafikkarte und so und ich hatte halt, meine Eltern haben halt irgendwo einen PC gekauft, sich vielleicht auch schwatzen lassen, ich weiß es nicht. Jedenfalls konnte der überhaupt nicht mithalten mit dem, was so meine Kumpels hatten. Gut, die waren auch gut betucht. Aber es war die Zeit der ersten Grafik beschleunigten 3D-Spiele und du dann keine Voodoo-Grafikkarte hattest und sondern noch ein Software-Rendering spielen musstest und alles geruckelt hast, dann hast du dich so ein bisschen benachteiligt gefühlt.

SPEAKER_01

Das kann ich verstehen. Es ging mir genauso, sag ich mal, ich hatte mir anfangs von irgendeinem An- und Verkauf-Juppie, der hatte mir ein Pentium 3 angedreht und das Ding war auch, also hardware-technisch Müll. Das war super langsam.

SPEAKER_00

Das war auch so eine Zeit damals, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Es gab ja, damals waren die Dinge so anders wie heute, wenn du was gekauft hast oder so, du hattest überhaupt keinen, also es gab so viele Leute, die dir irgendeinen Scheiß verkauft haben, irgendeinen alten Scheiß, vor allen Dingen unseren Eltern, die ja die Geldgeber waren.

SPEAKER_02

Richtig.

SPEAKER_00

Und denen irgendwas aufgeschwatzt haben und es gab auch keine Möglichkeit, das zu vergleichen. Jeder hat von sich behauptet, er hätte was Besseres und das ist das Tollste. Aber du hattest nicht so diesen Überblick, also überhaupt nicht diesen Überblick wie heute. Heute interessierst du dich für irgendwas und hast in 10 Sekunden rausgefunden, was ist das Beste auf dem Markt, was ist das, was die beste Preis-Leistung hat, was ist das, was ich am günstigsten wo im Internet kaufen kann.

SPEAKER_01

Genau, es ging ja früher alles über Zeitschriften, Videospielzeitschriften oder halt auch hier die PC-Fachmagazine, wo du dann teilweise guckst, wo gibst du Geschäfte oder was gibt es momentan für Modelle und so. Wie gesagt, das Internet war damals nicht da und du hattest die Übersicht halt nicht.

SPEAKER_00

Und ich war wirklich ja, ich war 13, ich habe mich noch nie zu dem Zeitpunkt mit PC, mit irgendwas beschäftigt. Das war also für mich der totale Reality-Check, weil ich halt dachte, ja, PC, ich wünsche mir einen PC, damit ich spielen kann. Aber da habe ich dann relativ schnell gemerkt, was ich auch heute an PC Gaming gerne kritisiere. PC hat immer auch was mit Rumfummeln und mit Reparieren und mit Problemlösen zu tun. Das wird, es ist nie so wie bei einer Konsole, dass du den Knopf anmachst und einfach spielen kannst.

SPEAKER_01

In den meisten Fällen nicht, sag ich mal, weil es ist bis heute, sag ich mal, dass da viele Bugs drin sind und ich habe es jetzt letztens noch gemerkt, hier habe versucht, einen Controller anzuschließen an meinen Minicomputer. Ich habe ja so ein ROG-Allei. Und das ist nicht immer ganz einfach, über Bluetooth kommen.

SPEAKER_00

Genau. Und ja, damals war dann die Zeit, wo ich dann meinen PC bekommen habe und dann hatten meine Kumpels auch alle einen PC bekommen und dann fing dann die Zeit an, wo wir dann gelernt haben, wir hatten dann zwei, drei Leute im Freundeskreis, die kannten sich schon recht gut aus. Und dann haben wir dann gelernt, dass es die Möglichkeit gibt, die PCs zu vernetzen und LAN-Partys zu machen. Dann hat es angefangen dann mit so einer seriellen Verbindung, so dass man die Maus ausgesteckt hat und sich dann zwei Computer miteinander verbunden hat.

SPEAKER_01

Okay, den kann ich zum Beispiel noch gar nicht. Das ist richtig früh gewesen.

SPEAKER_00

Dann konntest du sowas wie GTA 1 und Duke Nukem haben wir dann darüber gespielt. Ja, okay. Die konnte man eh ohne Maus spielen. Das war die serielle Verbindung damals, ja. Und dann relativ schnell gab es dann aber auch erste Hubs, so hießen die damals noch, wo man dann, beziehungsweise, nee, noch vor den Hubs kamen noch diese Terminatoren und T-Stücke hinten. Das war diese Ten-Base-Two-Verkahlung, sagt man in der Netzwerktechnik. Du hast dann hinten so ein Y-Stück, wo du halt ein Buskabel dran schließt bei dir und dann weiterleitest zum nächsten, quasi, als ob du eine Mehrfachsteckdose in die nächste steckst ungefähr und am Ende musst du immer so einen Widerstand dran anschließen, sonst funktioniert gar nichts. Jedenfalls, wenn wir uns dann vernetzt haben, hat das irgendwie Stunden gedauert, bis mal irgendwas funktioniert hat. Aber wir haben uns dann gefreut wie die Schneekönige und haben dann die ganze Nacht dann irgendwie was gezockt. Ich war 13, 14. Ja, und so habe ich dann tatsächlich relativ schnell den Rest meiner Jugend mit Lahmpartys verbracht. Ich hatte unheimlich Spaß an dem Thema. Hab immer freitags meine Mutter und meinen Vater angepfleht, mich irgendwo hinzufahren mit meinem PC und dann da sonntags wieder abzuholen. Und dann habe ich das ganze Wochenende dann da mit den Leuten gezockt und eine coole Zeit gehabt und verbracht. Und das war echt die schönste Zeit. Es macht mich wirklich ein bisschen wehmütig, daran zuzudenken, weil das dann so plötzlich ausgestorben ist einfach. Die Zeiten haben sich dann geändert und dieses Thema mit dem Online-Gaming hat sich dann in den Vordergrund gerückt, sodass es plötzlich dann nicht mehr wirklich den Grund gab, anscheinend sich mit Leuten zu treffen, um was zu spielen. Und mir hat das überhaupt nicht gefallen von Anfang an, weil ich das, ich glaube, viele Leute sind dann erst eingestiegen. Aber für mich als jemand, der halt die Zeit davor kennengelernt hat, war das ein totales Downgrade plötzlich, weil auf einmal sollte ich dann zu Hause, ohne meine Leute zu sehen und mich mit denen zu treffen und zu quatschen, übers Internet mit denen spielen. Das war für mich irgendwie utopisch. Und ja, das hat mich dann damals ein bisschen in ein Loch geworfen. Ich bin dann noch relativ schnell oder relativ viel in die Internetcafés gegangen, weil da war es halt noch so, da waren halt vor allen Dingen Leute, die sich keine PCs leisten konnten oder das nicht hinbekommen haben. Und die haben halt wirklich dann noch da gesessen und zusammen gespielt und das war auch cool. Aber irgendwann war dann wirklich Schicht im Schacht und das war dann so die Zeit, wo dann so World of Warcraft kam. Das war so das Einschlägigste, wo ich mich daran erinnere, wo dann plötzlich alle Kumpels und alle dann nur noch zu Hause gesessen haben und dann den ganzen Tag World of Warcraft gespielt haben. Man hat sich dann nicht mehr getroffen, sondern nur noch übers Internet geschrieben und so. Und ja, mir stankt das natürlich, weil das für mich total das Downgrade war. Und dann habe ich auch lange Zeit tatsächlich mal mit dem Zocken aufgehört und mir andere Hobbys gesucht oder mal ein bisschen meine Fühler ausgestreckt, was es sonst noch so da draußen gibt. Hab auch immer mal wieder interessante Sachen gefunden, coole Leute kennengelernt und auch Partys. Wir sind gern dann in Diskotheken gegangen und so und dann auch meine Frau kennengelernt dort. Und das war auch alles cool und so, aber ich muss ehrlich sagen, dass nichts irgendwie so für mich daran kam an dieses Feeling, wie das damals war, auf den Nah-Partys. Und ja, das hat mich dann irgendwie dann immer wieder dahin zurückgebracht, gedanklich, was da verloren gegangen ist damals irgendwie. Und so bin ich dann irgendwie auf das Thema dann plötzlich wieder gekommen, als ich dann in dieser Situation saß im Büro und es war ein furchtbar langweiliger Tag und ich dachte, warum sitzt du dir deine Zeit ab? Und eigentlich hast du alles im Leben, aber du willst mehr davon. Du willst nicht nur nach Hause gehen, schlafen, in den Film reinziehen, aufstehen und weiterarbeiten. Du willst Leute treffen, die da was machen. Ja, und so habe ich dann mal den Entschluss irgendwann gefasst, dass ich ein Treff einfach gründen will, wo Leute zusammenkommen und Videospiele spielen. Die Zeiten hatten sich ja geändert, weil es ja nicht mehr so üblich war, dass jemand irgendwie sein PC einpackt und irgendwo hingeht. Das war für mich aber auch nicht das Problem, weil mir ist klar geworden, es geht gar nicht so sehr um diesen PC, sondern mir geht es mehr darum, um die Leute vor allen Dingen und um das Zusammenzocken.

SPEAKER_01

Das ist nämlich auch eine Komponente, ne?

SPEAKER_00

Genau.

SPEAKER_01

Aber da kommen wir reich mal drauf.

SPEAKER_00

Das ist nämlich eigentlich auch für mich die entscheidendste Komponente, habe ich dann gemerkt. Und dann habe ich mich tatsächlich von dem PC-Thema auch komplett verabschiedet, weil dieses PC-Thema hat sich so sehr, PC-Gaming hat sich so sehr in diese Online-Richtung entwickelt, dass die Konsolen, die es dann noch gab, zumindest teilweise noch Leute hatten, die sich dann getroffen haben. Vor allen Dingen die Nintendo-Fans, für die war das immer ganz normal, sich noch mit Leuten zu treffen und zu spielen. Und dann kam dann damals die Switch raus und ich weiß nicht, ob du dich erinnerst an die ersten Werbetrailer, da sah man dann schon.

SPEAKER_01

Richtig, du siehst immer Leute, die irgendwo draußen mit dem Gerät spielen, sag ich mal, die dann auch hier die Joy-Cons von dem Gerät abnehmen und dann da draußen, wie gesagt, vor dem Gerät hängen. Ich meine, in der Realität haben wir es nie gesehen, aber außer wir jetzt. Wir haben es selber gemacht. Wir haben es später dann selber gemacht, aber das hast du tatsächlich nie gesehen. Aber es vermittelte halt, dass man mit mehreren eine gute Zeit haben kann und ohne dabei online zu spielen.

SPEAKER_00

Ja, und ich fand das so mega krass, offensiv von Nintendo, in einer Zeit, wo wir, ja, das war ja schon die zweite Konsolen-Generation mit der PS4 und Xbox One, die eigentlich darauf ausgelegt war, dass Leute online spielen. Da ging es immer darum, boah, du kannst das online spielen, du kannst jetzt das online spielen, endlich nicht mehr rausgehen, endlich nur noch online spielen. Und dann kommt Nintendo, wo die gerade mit der Wii U gefloppt sind, auf so eine verrückte Idee, eine Konsole rauszubringen, völlig gegen den Trend, die nicht nur handheld, sondern auch im Doc am Fernseher betreibbar ist, völlig underpowered ist, wie die Presse gesagt hat, also die hat doch gar keine Chance von der Leistung, ja, sondern auch noch, dass du, ja, dass die im Trailer gezeigt haben, wie Leute sich auf dem Basketballplatz die Joy-Konstant teilen, um dann zusammen was zu zocken.

SPEAKER_02

Genau, richtig.

SPEAKER_00

Und das fand ich einfach mega krass und gedacht, ja, das musst du ausprobieren. Und dann habe ich mal meinem Bruder, der hat sich einer gekauft, weil der war immer so ein Nintendo-Kid, der hatte auch einen GBA und hat auch Zelda schon gespielt als Kind. Und da habe ich das dann bei meinem Bruder das erste Mal ausprobiert und da haben wir dann Mario Kart 8 gespielt und Mario Kart 8 ist so optimiert auf der Switch. Das läuft so genial einfach. Da habe ich dann sofort gedacht, ich muss in den nächsten Mediamarken mir so ein Ding kaufen. Gott sei Dank war das noch ein bisschen, ich glaube zwei, drei Monate nachdem dieser große Ansturm war, sonst hätte ich ja gar keine bekommen, oder? Wie war das bei dir? Wann hast du deine?

SPEAKER_01

Also ich habe das tatsächlich noch ein bisschen rausgezögert, weil ich ja auch viel Negatives gelesen hatte, was ich jetzt nicht geglaubt habe. Zum Beispiel, dass die Konsole sich unter Hitze ein, äh, Hitze Entwicklung, sag ich mal, verformt und so Sachen. Das konnte ich nicht glauben, dass das passiert ist. Trotzdem habe ich mich zurückgehalten, weil ich erst nicht so sicher war und wie gesagt, die Verfügbarkeit auch gar nicht da war von den Konsolen im Geschäft. Und ja, dann bin ich irgendwann, habe ich gedacht, so jetzt musst du aber auch eine haben, weil ich diesen Druck nicht mehr standhalten konnte. Weil ich normalerweise ein Typ bin, ich hole mir Spiele oder aber auch Konsolen, meistens zum Release. Das ist so. Ich konnte bisher nie die Füße stelle halten.

SPEAKER_00

Ja, du hast ja mal Spaß dran, wenn es was Neues gibt. Da würdest du das immer gerne haben.

SPEAKER_01

Das ist so, das ist so. Ja, und wie gesagt, bei der Switch war es dann so, ich habe sie dann geholt und war dann echt zufrieden damit, weil ich finde dieses Portable und auch mit dem Doc, das sie zu Hause an Fernseher anschließen kann, das ziemlich super. Das hatte man nie gehabt. Auch wenn die Leute jetzt gesagt haben, das ist natürlich von der Rechenleistung und Grafikpower nicht die beste Konsole, aber das war mir bei Videospielen eh nie wichtig, weil ich, wie gesagt, was das angeht, aus einer ganz anderen Zeit kommen. Kann ich mal so sagen.

SPEAKER_00

Ja, und das war irgendwie so ein Moment, wo ich dann sagte, boah, diese Nintendo Switch, die passt irgendwie so gerade so total in mein Mindset, dass ich neue Leute kennenlernen will, die was für mir, was einfaches mit mir wieder zusammen zocken will. Ich war ja damals, muss man dazu sagen, auch sehr stark verwurzelt in der Fighting Game Community und bin auch schon fünf Jahre in das Insight-Game gegangen. Das ist so ein, ja, also genau wie bei uns, nur in Solingen, halt auch ein Ort, wo Leute zusammenkommen und zocken. Und da war ich super happy. Das war für mich so absolut mein Lucky Place, wo ich, mein Happy Place, wo ich einfach jeden Freitag nach der Arbeit hingegangen bin und mit Leuten gezockt habe. Allerdings nur Fighting Games immer. Und ja, da war es so, in der Fighting Game Community war es zum Glück noch irgendwie üblich, dass Leute sich getroffen haben, weil das einfach so normal war. Und die einfach weiterhin so miteinander gespielt haben, als gäbe es gar kein Online. Das war das, was mich da immer so hingezogen hat. Das war der Vorteil daran. Aber der Nachteil daran war, oder das, was ich irgendwann gemerkt habe, war, dass ich dadurch nie dazu gekommen bin, mal was anderes zu spielen irgendwie. Ich habe mir das, was es dort gab, dieses gemeinsame Spielen immer gewünscht, aber auch mit anderen Spielen tatsächlich. Und da kannte ich nie die Leute führen. Und dann habe ich gedacht, ja, mit der Nintendo Switch, wenn die das schon so bewerben, dann gibt es doch bestimmt irgendwelche Leute, die da Bock drauf haben. Und dann habe ich irgendwie gedacht, okay, jetzt ist eigentlich der Moment, jetzt musst du es mal ausprobieren. Du bist eh in einer Situation, wo du einfach merkst, so kann es nicht weitergehen. Irgendwas musst du machen. Du hast einen Antrieb in dir, den du nicht befriedigt bekommst. Ich war total hibbelig, wer mich kennt. Ich bin jemand, der immer was zu tun haben muss. Ich kann überhaupt nicht gut alleine sein, still sein oder irgendwas. Ich muss immer irgendwie Leute treffen und was machen. Und meiner Frau bin ich da auch schon auf den Sack gegangen damit, die heute auch am liebsten, dass ich irgendwo durchaus gelastet bin. Hat auch gesagt, wieso kauft er sich nicht einfach ein Auto oder macht Sport, so wie der andere. Auch oder so, ne? Aber das war halt nicht mein Ding. Und ja, so habe ich dann den Entschluss gefasst, das zu probieren, dann den Core-Gamer-Treff zu gründen. Und habe dann erstmal nach Leuten gesucht, die auch Bock auf sowas haben. Bin gedacht, vor allen Dingen mit dem Thema Nintendo Switch muss es ja Leute geben und bin dann erstmal rumgefragt und so. Aber die meisten Leute, die ich dann kannte, die waren mittlerweile in einem Alter Ü30 und da, wir das kennen ja viele, da ist mit vielen Leuten nicht mehr viel anzufangen, was das betrifft. Die waren alle so in diesem Mindset Arbeit, Familie und vielleicht noch andere Hobbys. Also die Zeiten hatten sich einfach geändert. Die Leute hatten keine Lust mehr, mit anderen Leuten irgendwie zusammen im gleichen Raum was zu spielen. Das war entweder kindlich oder Zeitverschwendung oder was auch immer. Wie ist das bei dir? Hast du das auch so empfunden?

SPEAKER_01

Ja, also ich sag mal so, bei mir war es wieso. Ich habe, muss leider zu meiner Schande gestehen, ich habe ja auch eine lange Zeit, sag ich mal, viele Online-Spiele auf dem PC gespielt, ob das jetzt Battlefield 2 war oder damals Blackhawk Down, war ja viel in dieser Shooter-Sache unterwegs und ja, man kapselt sich so ein bisschen ab, sag ich mal, von allem. Und das ist das Problem. Ich sag mal, dass ich natürlich Leute zu Hause hatte, die mal mit mir zum Beispiel Dreamcast gespielt haben, das war eher selten. Und du hast schon recht, viele sind dann irgendwann in dieses familiäre Raster gefallen, sag ich mal, dass die da auch gar keine Zeit mehr hatten, um irgendwelche Spiele zu spielen oder so. Ja, und dann saß ich halt oft oder sehr oft alleine zu Hause und habe da tatsächlich meine Sachen selbst gespielt. Sowas wie den Treff hätte ich mir ja nicht vorstellen können, dass jemand das mal irgendwann dann bringt. Und wie gesagt, daher war ich dann sehr viel alleine zu Hause.

SPEAKER_00

Ja, aber wahrscheinlich ist es bei dir auch nicht so schlimm wie bei mir. Bei mir ist ja wirklich so, wer mich kennt, weiß ja, ich kann echt schlecht alleine sein. Oder mir wird es einfach langweilig. Ich komme schon klar alleine, aber ich will einfach lieber irgendwas mit anderen Leuten immer machen.

SPEAKER_02

Richtig.

SPEAKER_00

Du kannst auch gut auch mal was für dich alleine spielen, oder wie ist das Spiel?

SPEAKER_01

Ich kann gut für mich alleine spielen, sag ich mal. Dann hast du natürlich den Vorteil, du musst nicht immer das spielen, was andere spielen wollen. Ansonsten habe ich auch immer so meine festen Leute gehabt, damals auch Freunde, die dann mit mir zurück wie ein Tech-In-Tech-Tornament oder sowas gespielt haben. Wir haben sehr oft so als Team dann online gegen irgendwelche anderen Köppe da gespielt. Also, wie gesagt, ich muss sagen, ich will es nicht mehr so haben wie früher. Weil das war schon nicht so eine tolle Zeit. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, es hat sich bei mir nachher in so einen Sammeltick verlagert.

SPEAKER_03

Er hat es mal erzählt.

SPEAKER_01

Genau. Und das war dann gar nicht mehr unbedingt das Spielen. Das war dann wirklich nur, guck, dass du das Spiel hast, du findest das toll. Aber spielen, ja, hält sich in Grenzen. Ich sag mal, es ist heute besser oder sagen wir mal insofern besser geworden, dass ich auch wieder Spiele spiele und auch mal sagen kann, ich habe mal ein Spiel durchgespielt. Sicherlich habe ich immer noch genug Spiele im Schrank stehen, die mal gespielt werden müssten, aber ich sag mal, sowas wie den Treff mit dieser Zusammengehörigkeit und dem Ganzen, was man hier offline zusammen spielt, das gab es damals nicht.

SPEAKER_00

Ja, und das war für mich auch das Spannende daran, weil im Prinzip, ich meine, es gab das Inside-Game Dojo und noch so ein paar andere Fighting Game-Orte, aber es gab das nicht für die breite Gaming-Masse, vor allen Dingen nicht für Nintendo-Fans und das, obwohl eigentlich Nintendo ja so ein Ding immer war, dass man zusammen mit anderen spielt. Und deshalb war es für mich auch mega interessant, das auszuprobieren, weil ich gedacht habe, das ist doch schade, wieso gibt es sowas nicht? Das muss es doch irgendwo geben. Und alles, was man fand, als ich danach recherchiert habe, waren entweder Orte, wo halt Spiele verkauft wurden und dann vielleicht mal eine Stunde oder so einen Fernseher angemacht wurde nebenbei, um mehr zu verkaufen. Oder ja, private Treffen natürlich oder auf Messen oder so gab es dann mal was anzuspielen oder so. Aber ich habe gedacht, was doch eigentlich total fehlt, ist ein Ort, wo du regelmäßig hinkommen kannst und wirklich spielen kannst, wo wirklich das Spielen im Vordergrund steht und nicht das Kaufen oder irgendwas anderes. Und dann habe ich gedacht, das musst du probieren. Also hab ich dann die ersten Leute kennengelernt, dann genau die ersten Leute, die ich kennengelernt habe, waren dann meinen Arbeitskollege Martin, der hatte auch eine Switch gehabt damals, der hat dann auch gesagt, ja, der zockt mal mit und so. Und genau, dann habe ich den Chris und den Marc kennengelernt, die beiden, über den Kevin, der auch ein ehemaliger Arbeitskollege war. Und der Marc, der hatte ja damals dann seinen Sprinter und dann kamen die direkt zu mir erstmal nach Hause, da gab es noch gar nicht das Ladenlokal. Und dann haben wir ein paar Mal uns bei mir getroffen und dann zusammengezockt. Das war so ein bisschen so eine Art Prototyp-Treff, sag ich mal, weil ich habe dann da so meine Tische und so aufgestellt, wie ich mir das so vorstelle. Und dann haben wir vor allen Dingen auch mal zum ersten Mal mit der Switch dann in diese Local-Wi-Fi-Funktionalitäten alles ausprobiert und das alles mal getestet, wie man so Controller beieinander anmelden, synchronisieren kann, wie einfach das alles geht mit der Switch, ob das wirklich so ist wie in dem Nintendo Werbevideo quasi. Und wir haben das dann so ein bisschen prototyp getestet, was Nintendo da darstellt. Und siehe da, die haben sich wirklich krass Gedanken gemacht, da lasse ich auch bis heute nichts drauf kommen. Die Switch ist, was dieses Konzept von Einfachheit angeht, um mit anderen Leuten was zusammenzuspielen, absolut ungeschlagen und sowas von, äh, hat sowas von die Nase vorn, bei vielen Dingen, die man so gar nicht in Betracht zieht als normaler Gamer, der einfach nur für sich was spielt. Aber man kann mit keiner anderen Konsole und erst recht nicht mit einem PC und auch nicht mit einem Steam Deck oder LR Rock oder irgendwas, kann man so schnell mit acht Leuten einfach mal Bomberman zusammenspielen. Ja, das kriegst du einfach innerhalb von ein paar Sekunden oder eine Minute ans Laufen und dann kannst losgehen.

SPEAKER_02

Richtig.

SPEAKER_00

Und das ist halt die große Stärke von dem Ding und das haben wir dann da bei diesen ersten Prototypt-Treffen rausgefunden auch. Und ja, Marc und Chris sind auch schon immer große Nintendo-Fans gewesen und gerade der Marx ja auch mega begeistert von Technik immer gewesen und so. Und da haben wir dann sehr viel Pionierarbeit geleistet oder Dinge ausprobiert und so, die wir, die ich bis heute jetzt hier gut gebrauchen kann im Treff. Und ja, dann habe ich dann irgendwann die Leute gefragt, ja, wie sieht denn das aus, wenn wir jetzt eine feste Location hätten, so ein richtiges Ladenlokal, wenn dann da regelmäßig Treffen stattfinden können. Wärt ihr dabei, habt ihr da Bock drauf und so? Und die waren direkt, ja cool, also auf jeden Fall. Der Chris habe ich sowieso, der ist auch jemand, der immer mit Leuten was zusammenzocken wollte, hat auch sowas immer gesucht. Und der Marc, der kennst du ja noch, der ist ja noch rastloser gewesen als ich. Der ist ja mit dem Fahrrad hier aus Krefeld hier anderthalb Stunden hingefahren, um hier zwei Stunden was zu spüren, wieder zurückzufahren. Super. Also für den war das auch ein gefundenes Fressen, weil er sich da auch ordentlich auspowern konnte und auch viel von seiner Kreativität und Energie hier mitbringen konnte. Der hat mir ja auch viel geholfen hier und so. Ja, und so ist das dann entstanden. Ich habe dann hier nach Ladenlokalen gesucht und habe mich dann gefragt, ja, was muss denn so ein Ladenlokal denn haben überhaupt, damit man da regelmäßig spielen kann. Da habe ich natürlich durch das Insight-Game schon relativ viel Erfahrung gehabt, weil ich dann so mir vorstellen konnte, wie das so, was man so braucht an Einrichtungen und so und wie groß sowas sein muss und so. Und dann habe ich mir gedacht, okay, es muss etwas sein, was am besten Fall so nah wie möglich am Bahnhof ist, weil viele Leute werden mit den Öffis kommen. Viele Gamer haben ja immer so finanziell, sind ja meistens nicht die gut betuchten, die irgendwie alle Auto fahren oder so, sondern viele kommen halt bitte mit den Öffis. Dann gleichzeitig wird es aber auch Leute geben, die mit dem Auto kommen. Also muss es zumindest irgendwie eine Parksituation geben. Hier kann man zum Glück tatsächlich auch gut direkt parken, in den meisten Fällen. Wenn nicht, findet man so einen fünf Minuten Fußweg irgendwas um die Ecke dann.

SPEAKER_01

Meistens hinten am Theater und so weiter.

SPEAKER_00

Passt ja das auch. Und dann habe ich mir natürlich gedacht, ja, was ein Riesenthema sein wird, weil ich uns kenne, ist Lautstärke, weil wir natürlich lange spielen wollen, auch unter der Woche mal bis tief in die Nacht und am Wochenende sowieso und da schreien auch mal Leute, da weinen auch mal Leute, da kreischen auch mal Leute. Und da darf man keine Nachbarn oder Leute haben mit Missgunst, die dann die Polizei auf den Hals hetzen und einen da auf den Sack gehen, weil in so einem Fall ist dann auch immer egal, wer da im Recht ist, wenn die Polizei in der Tür steht, dann hast du den Stress so oder so, ob du nun im Recht bist oder nicht. Wenn die dir dann sagen, so, ja, bitte dreh mal leise oder hört mal auf jetzt damit. Ja, und dann habe ich dann das Ladelokal hier gefunden und genau, der wichtigste Punkt war natürlich auch noch, dass es günstig ist, weil ich musste natürlich alles vorfinanzieren. Meine ganze Idee war ja so, dass ich das komplett aus eigener Tasche vorfinanziere und dann in Zukunft erst Leute kennenlernen würde, die da Feuer und Flamme sind, Leute wie du, und dann auch Lust haben, sich da finanziell zu beteiligen, zumindest. Ja, und das ist eigentlich, glaube ich, jetzt der Moment, wo du dann auch ins Spiel kommst. Wann haben wir uns kennengelernt?

SPEAKER_01

Also wir haben uns kennengelernt tatsächlich, also ich kann die Story mal kurz erzählen, meine Frau, die hatte tatsächlich die rheinische Post morgens auf dem Tisch liegen und meinte dann zu mir, hör mal Peter, da ist eine Annonce in der rheinischen Post drin oder ein Bericht in der Rheinischen Post drin. Ja, da macht jemand ein Spieletreff auf, meinte die. Ja, da habe ich gedacht, wie ein Spieletreff. Ja, der möchte da Videospiele spielen. So, ich ja, das sage ich für München Gapach, wäre es mal gut, weil München Gappach ja so kulturell in der Hinsicht nicht viel zu bieten hat. Fußball. Ja, genau, Fußball. Das ist so hier unser Steckenpferd. Ja, dann habe ich mir den Bericht durchgelesen vom Mo. Den haben wir ja auch noch hier im Treff ausgestellt. Ja, das stimmt, ja. Und ja, habe ich erst gedacht, was soll das? Was will der machen? Weil auf dem Bild habe ich so einen größeren Raum gesehen, weil wir haben ja hier relativ viel Platz und ja, da habe ich gedacht, ja, okay, ist erstmal gut. Man meinte, meine Frau, willst du da nicht mal hingehen? Ich weiß nicht so genau. Da war ich so ein bisschen am Stocken. Und sagte er, dann melde dich doch da einfach mal. Jetzt kannte ich damals aber auch kein Discord, wusste tatsächlich gar nicht, was Discord ist.

SPEAKER_00

War da auch noch ziemlich?

SPEAKER_01

Genau, und du hattest da halt irgendeine Adresse drin für den Server, glaube ich. Ich weiß das jetzt nicht mehr genau.

SPEAKER_00

Ja, am Anfang hatte ich viele verschiedene Portale, weil das damals eh noch so eine Zeit war, da war Facebook gerade am Aussterben und ich hatte eh keinen Bock auf Facebook, also habe ich da von Anfang nichts mit Facebook gemacht. Dann gab es eine Plattform, die hieß Meetup, die war in Amerika recht beliebt, die habe ich dann auch hier versucht zu benutzen. Die war eigentlich perfekt für das, was ich vorhatte, aber da waren, glaube ich, viele Fake-Profile bei. Also da haben sich viele Leute angemeldet, aber sind nie gekommen.

SPEAKER_01

Ja, habe ich ja oft gesehen. War ja immer da eingetragen, bevor wir hier losgelegt haben. Ja, und wie gesagt, dann war ich am 6.12.2018 das erste Mal hier und habe hier abends mit dem Mo eine gute Zeit gehabt. Wir haben hier, glaube ich, an der Switch haben wir einiges gespielt.

SPEAKER_00

Ja, also ich würde behaupten, wir haben auch direkt, oder? Eine Runde, weil uns war direkt klar, wir sind ja auch nicht mehr. Ja, Streets of Rage, ne? Streets of Rage haben wir direkt am ersten, ich weiß nicht ob am ersten Abend, aber relativ schnell dann zusammen mal durchgespielt. Ja, das waren ein paar Tage später. Eine gemeinsame Mega-Drive-Freundschaft dann hatten direkt.

SPEAKER_02

Richtig, so ist es.

SPEAKER_00

Das haben wir auch schon mittlerweile häufig zusammen durchgespielt. Und ich will es auch mit dir zum Jubiläum einmal durchspielen. Ja, dass du Samstag kommst, dann müssen wir einmal Streets of Rage durchspielen.

SPEAKER_01

Das werden wir tun, auf jeden Fall. Da bin ich immer für zu haben. Also Streets of Rage 2 ist für mich bis heute, ja, obwohl der vierte Teil auch super ist, aber so mein Top-Teil für den Megalist.

SPEAKER_00

Das ist bei mir auch der Teil, den ich auch mit meinem Kumpel damals dann auch immer durchgespielt habe und das Spiel ist für mich immer zeitlos, ja.

SPEAKER_01

Ja, so bin ich dann halt in den Treff gekommen und dann habe ich gesehen, so, das ist genau dein Ding. Hier sind die Leute mit der Switch und allem. Und ja, ich hatte den Mo ja erst im Treff alleine gesehen. Da habe ich erst gedacht, so, hier, der ist alleine hier. Warum ist hier kein anderer? Da war das erst so ein bisschen komisch für mich, habe ich gedacht, so in der Nähe vom Bahnhof und so. Aber das hat sich dann schnell relativiert, als ich dann beim nächsten Mal wiederkam und hier auch einige Leute am Spielen waren. Aber vorher hatte ich erst so gedacht, so, ja, gut, das ist so relativ leer. Mal gucken, ob es läuft. Ja, und wie gesagt, hat sich alles relativiert und ja.

SPEAKER_00

Ja, das war ja auch mal so. Wie gesagt, ich bin ja völlig ins kalte Wasser gesprungen und wenn dann nicht gerade Chris und Marc hier waren, dann war ich hier alleine. Da gab es viele Abende, wo ich hier wirklich alleine oder mal mit einer Person oder so war. Aber da habe ich mich nicht von unterkriegen lassen, weil ich immer gedacht habe, ja, wie soll sowas auch entstehen? Du machst hier was, was es so noch nie gab. Die Leute, die du versuchst anzuziehen, die wissen gar nicht, dass die sowas vermissen, weil die sowas noch gar nicht kennen. Richtig. Und ja, so hat es ja bei dir dann auch irgendwann geklappt.

SPEAKER_01

Ja, man muss ganz klar sagen, also München-Glappbach, ich will jetzt nie auf Mönchenglapp rumreiten, aber es ist halt ein Standort, wo nicht viel mit Kultur und so Sachen abgeht, ganz ehrlich. Und ich hätte es nicht vermutet. Ich hätte mehr in einer größeren Stadt wie Köln, Düsseldorf oder so, hätte ich mir das eher vorstellen können.

SPEAKER_00

Ich glaube, das würde auch besser oder noch besser angenommen werden von Anfang an. Aber dann werden, ich habe mich ja da schon häufiger informiert, da werden die Mieten dann auch mal mindestens zwei, wenn nicht sogar dreimal so hoch, im Bahnhofsnähe. Also man würde viel mehr Leute erreichen, aber man würde auch viel mehr Miete bezahlen.

SPEAKER_01

Ich muss dazu aber auch sagen, dass du das gemacht hast und hier in München Labach. Das ist eine super Sache, weil du bringst da mit den Standort ja auch, sag ich mal, ein bisschen voran. Weil das heißt ein bisschen, du bringst den voran auf jeden Fall, weil ich denke mir ganz einfach, das wird es so oder hätte es so nie gegeben.

SPEAKER_00

Nee, nee, das nicht, klar.

SPEAKER_01

Das hätte keiner gemacht.

SPEAKER_00

Ja, mir war es halt wichtig, dass es, weil ich nicht umziehen wollte und auch in meiner Familiensituation auch gar nicht konnte. Meine Frau ist ja auch super happy hier und alles und meine Arbeit ist ja auch hier und so. Von daher gab es für mich keine andere Option, als das hier in Reit tatsächlich zu machen. Reit ist ja nochmal von Mönchengladbach selber der Stadtteil, der den schlechtesten Ruf nochmal hat, würde ich behaupten.

SPEAKER_01

Mittlerweile.

SPEAKER_00

Mittlerweile leider, ja. Und auch die ganze Gegend hier hat auch einen sehr schlechten Ruf. Da liest und hört man immer böse Geschichten rüber. Ich muss sagen, zum Glück haben wir hier relativ wenig Palaver gehabt. Ich erinnere mich an eine Situation, die war wirklich sehr, sehr unangenehm. Weil es wahrscheinlich auch.

SPEAKER_01

Ich weiß, wovon du sprichst, ja, genau.

SPEAKER_00

Das war auch relativ früh noch oder ja, ja, doch. Und ja, da war ich echt froh, dass so viele Leute auch hier waren und auch in dem Moment mir beiseite standen, weil das war ziemlich unangenehm, was da für Leute hier reinkamen. Ich habe relativ schnell gemerkt am Anfang, dass der Traum, dass ich hier die Jalousien öffne und die Leute sehen, boah, oh cool, hier ist so ein Zockertreff, ich komme hier mal rein und zocke mit den Leuten, der ist relativ schnell geplatzt, weil alle Leute, die hier reinkamen, also die Leute, die es vielleicht nicht kennen, weil die jetzt so neu sind und nur coole Leute hier kennen, alle Leute, die ja so vorbeigegangen sind und hier reinkamen, das waren so ziemliche Knalltüten. Also da konnte man nicht viel.

SPEAKER_01

Ich kann jetzt keine Top Ten anführen, aber wir hatten ja schon einige komische Fragen, wir hatten Figuren hier drin, da wusste ich auch nicht, ob die jetzt irgendwie besoffen oder bekifft sind.

SPEAKER_00

Ja, vielleicht beides, ja.

SPEAKER_01

Obwohl sich das, wie gesagt, alles gelegt hat. Also wir hatten keine Besuche mehr von so Leuten und es war letztendlich immer irgendwie teilweise sogar lustig, bis wie gesagt auf eine Situation, aber die haben wir gut entschärft und das hat sich dann auch gelegt. Also kommen keine ungebetenen Gäste mehr besuchen.

SPEAKER_00

Ja, wobei man dafür sagen muss, ich habe dann ja auch irgendwann relativ schnell, wie gesagt, der Traum geplatzt und dann habe ich die Jalousinen dann auch zugemacht. Okay, es macht keinen Sinn mit der Laufkundschaft, die ihr vorbeirt. Richtig. Kannst du dir höchstens ein Wettbüro aufmachen oder ein Pfandhaus oder so?

SPEAKER_01

Oder wir stellen uns noch eine Waschmaschine hier rein, weil wir haben ja direkt hier nebenan diesen Waschsalon, sag ich mal, dann könnten die Leute hier auch waschen und zocken. Vielleicht wäre das in Zukunft noch ein Thema. Ne, das war jetzt schwarz.

SPEAKER_00

Ja, und dadurch habe ich mich dann recht schnell davon verabschiedet und dann mich darauf beschränkt, die Leute eben auf anderem Wege irgendwie kennenzulernen und hab unheimlich viel Gedanken mir gemacht und Zeit investiert in ganz viele verschiedene Kanäle, wo ich eben wirklich viel im Internet geschrieben habe und auf ganz viele unterschiedliche Arten und Weisen versucht habe, Leute hier hinzukommen. Wir haben Flyer überall ausgelegt und so.

SPEAKER_01

Kerts, Kärtchen verteilt in den Supermärkten und so.

SPEAKER_00

Und das hat lange gedauert, aber immer tatsächlich langsam, aber stetig, kam immer mal wieder neue Leute rein und die Leute, die dann auch da rüber kamen, waren dann auch meistens eigentlich fast immer Leute, die perfekt hier reingepasst haben. Die wollten dann hier nicht Wäsche waschen oder irgendwas zum Spaß kaufen. Und sondern brachten dann oft schon direkt die Switch mit oder sagten, cool, ja, ich bin jetzt auch Mario-Fan oder ich spiele auch gern Street Fighter und dann konnte man direkt mit den Leuten hier was zocken und die sind dann auch geblieben.

SPEAKER_02

Richtig.

SPEAKER_00

Und ja, so ist das dann langsam und stetig jetzt gewachsen tatsächlich. Was auch noch sehr erwähnenswert ist, ist, finde ich, was viele Leute vielleicht gar nicht wissen oder mich oft fragen, wie ich mir das alles geleistet habe. Also es ist so, ich habe ja die Unkosten mit Miete, Strom und Internet, die habe ich am Anfang natürlich komplett alleine getragen, aber nach und nach kamen immer mehr Leute dabei, die das finanziell unterstützt haben. Aber die ganzen Sachen, die hier sind, die ihr seht, das kann man sich kaum vorstellen, aber ich habe hier quasi nichts drin, was auch was neu ist. Also das Allermeiste sind Sachen, die Leute mir gespendet haben oder die ich umsonst bekommen habe über Jugendweg-Kleinanzeigen. Oder für einen Apple und ein Ei, den mir gekauft habe. Also das ist wirklich der Wahnsinn, was mir auch noch dazu einfällt, ist, ich höre ja auch relativ gerne Podcasts über Selbstverwirklichung und Leuten, die sich selbstständig gemacht haben und so. Und da sagen die immer wieder eine Sache, die ich auch wirklich so nur bestätigen kann. Am Anfang hilft dir keiner, aber wenn du irgendwas anfängst, also wirklich was den Staat machst und was ist da, was in meinem Fall hier dieses Ladenlokal war, wo Leute hinkommen konnten, dann helfen dir plötzlich ganz viele Leute ganz von alleine, weil die dann das plötzlich greifen können, deine Idee. Richtig. Und so war es ja auch. Also ich habe hier, wie gesagt, alles hier ist quasi gespendet oder geschenkt worden, also völlig verrückt. Von Anfang an, die erste Tour, die wir hier gemacht haben mit dem Markt, der kam mit seinem Sprinter, dann haben wir da ein E-Bay-Klein-Anzeigen, Shopping-Tour durch die ganze Stadt gemacht, haben erstmal grundlegendste Sachen wie Stühle, irgendwelche Stühle, aus irgendwelchen, aus einer Kirche haben wir so grüne Stühle, blaue Stühle umsonst bekommen. Ich kann mich danach erinnern. Die sahen total hässlich aus, aber egal. Dann irgendwelche Tische haben wir hier reingestellt, dann ein Sofa hat noch einer gehabt, dann irgendwelche Sideboards und Möbel, weil dieser Laden, das sind ja 100 Quadratmeter hier, der war erstmal sowas von leer, das kann man sich gar nicht vorstellen, wie groß und riesig dieser Laden wirkte. Und da mussten erstmal ganz viele Sachen eingestellt werden. Und ja, da haben die mir von Anfang echt geholfen, der Marc und der Chris, der hat dann hier seine Küche gespendet, der Marc hat dann hier seinen Abfalleimer, der hat ja immer gebastelt, der hat ja irgendwelche Nachts noch irgendwelche Sachen zusammengezimmert für ein Treff. Oder dieses Regal, was er selber gebaut hat, wo die ganzen Controller drin sind mit einer LED-Beleuchtung im Hintergrund. Das hat ja alles hier reingestellt. Das waren alles Sachen, die der noch hatte. Und wo der einfach gemerkt hat, ja, da gibt es einen coolen Ort, wo ich ihn hinstellen kann. Und so ging das ewig weiter. Der Martin hat dann quasi mit meinen Sachen, die ich hatte, komplett alleine dann diese ganze Retro-Ecke da. Das sind alles Sachen, die der noch zu Hause hatte. Er hatte selber eine Retro-Ecke, den Traum von einer Retro-Ecke. Er ist dann Papa geworden und dann musste er sich da ein bisschen von verabschieden von seinem Zockerzimmer, weil dann eben ein Kinderzimmer anstand. Und dann hat er sich gedacht, ja, findet das ja hier ein gutes Zuhause. Hier spielen die Leute wenigstens auch damit. Und so ist dann diese Retro-Ecke nach und nach entstanden. Dann hat noch einer eine Konsole gehabt und noch einer hatte ein NES und einer hatte ein M64, einer hatte noch einen Everdrive.

SPEAKER_01

Und so kommt alles zusammen, ne?

SPEAKER_00

Und so kommt dann irgendwann alles zusammen, ja. Und bis heute sind hier wirklich alle Sachen irgendwie einfach so Stück für Stück mehr oder weniger Geschenke gewesen, Spenden gewesen. Völlig verrückt. Also da könnte ich ewig von reden. Leute wie der Hedy, die haben hier tausend Euro an Equipment reingesteckt, weil er einfach wollte, dass dieser Stream läuft. Und ich bin so froh, dass wir jetzt hier diesen Podcast machen können. Das ist alles Equipment, was der Hedy hier angeschafft hat. Diesen Stream jetzt regelmäßig am Laufen haben, nach Jahren läuft auch endlich mal vernünftig. Das sind alle Sachen, die ganz langsam, nicht von heute auf morgen, sondern immer wieder durch immer mehr Hardware-Spenden und immer mehr ganz wenig Arbeit, die sich dann summiert hat und dann irgendwann lief es dann tatsächlich.

SPEAKER_01

Er hat sich auf jeden Fall eine gute Community, sag ich mal, über die fünf Jahre gebildet und mit, muss ich auch sagen, mit viel Zusammenhalt, was auch oft, sag ich mal, über Spielen hinausgeht, sag ich mal. Ich meine, wir waren, wir sind hier nicht nur ein Spieletreff, wir sind ja auch Menschen. Das ist immer so für mich ganz wichtig. Ich finde das zwar super, dass man miteinander zockt, das steht auch im Vordergrund, aber finde ich auch toll, dass man miteinander spricht oder ja, dem anderen mal bei Problemen zuhört oder seine Sachen selbst anbringt. Also es ist nicht nur, dass wir hier stumpf vor der Kiste sitzen, sag ich mal, und nur am zocken sind.

SPEAKER_00

Ja, das ist der Wahnsinn. Also hier kommen ja so viele unterschiedliche Leute rein, mit ganz unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen sozialen Schichten und alles. Und jeder bringt aber irgendwie was mit, ne? Der eine was aus dem einen Bereich, der andere was aus einem ganz anderen Bereich. Aber man merkt doch tatsächlich, dass jeder irgendwie immer was hat, wo er helfen kann. Genau. Und auch untereinander, das finde ich immer so gut, dass ich nicht immer, weil ich bin ja gar nicht jemand, der gerne im Mittelpunkt steht. Oder es geht ja hier gar nicht immer um mich, es geht ja um die Gemeinschaft, die hier entsteht. Und dass auch untereinander die Freundschaften entstehen, ohne dass ich hier immer in der Mitte hänge. Das finde ich halt so schön.

SPEAKER_01

Richtig. Also sie haben sich wirklich gute Sachen, gute Beziehungen gebildet auch über die Jahre. Und ich sage ja, da gibt es immer einen festen Kern, der geblieben ist mit den ganzen neuen Leuten, die immer wieder dazukommen. Und ich glaube, hier wird jeder auch sehr gut aufgenommen und es hat bis jetzt immer alles gepasst.

SPEAKER_00

Ja, genau. Und dann sind wir eigentlich an dem Punkt, wo wir vielleicht mal ein bisschen in Erinnerung schwelgen sollten. Genau. Was sind so die schönsten Momente oder Events? Wir haben ja ganz viele Turniere, Special Events, auch mal außerhalb getroffen und so, gibt es ja ein paar Sachen, die, wo hast du mal drüber nachgedacht, was dir da so vorne wegschwebt, was du am schönsten fandest, oder das ist ein Riesen, also man muss sich vorstellen, fünf Jahre und das waren über 500 Treffen, die hier stattgefunden haben.

SPEAKER_01

Ich musste ganz ehrlich sagen, als ich mich da gestern so ein bisschen versucht habe, drauf vorzubereiten, was wir heute hier besprechen, das geht gar nicht.

SPEAKER_00

Das ist ein riesig Sammelsurium.

SPEAKER_01

Also die unzähligen Mario Kart-Runden, die wir hier gemacht haben, fallen mir positiv auf, sag ich mal, da denke ich oft drüber nach. Aber auch eure Geburtstags, die du und Chris gemacht haben. Also wo dann wirklich hier der Laden komplett war und ja hier lustige Spiele auf der Wii gespielt haben.

SPEAKER_00

Ja, wir haben die Leute auf zwei Teams aufgeteilt, Team Mo gegen Team Chris und dann mussten die in Random Games gegeneinander antreten und die anderen aus dem Team haben die angefeuert und die haben dann Punkte für das Team gesammelt. Genau, also das war sehr cool, ja.

SPEAKER_01

Das sind auf jeden Fall Sachen, die gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Da haben wir echt viel Fun hier gehabt. Ja, dann für mich jetzt persönlich so die Halo-Events. Halo. Das war super, die Halo-LAN mit den mehreren Xboxen. Ja, und ganz toll für mich persönlich, weil ich ja so ein Arcade-Fan bin, waren natürlich die Outrun-Hunden, die wir gemacht haben. Outrun Coast to Coast auf der Xbox. Ja, die haben wir dann auch im LAN sozusagen gespielt.

SPEAKER_00

Ja, also bei dir auch. Für mich auch schöne Erinnerungen oder die mitunter die schönsten waren tatsächlich, wenn wir irgendwie so besondere Sachen aufgebaut haben. Vor allen Dingen Sachen, die es immer gab, aber die man nie, man hatte ja nie Leute dafür, ne? Also wann würde man mit fünf Xboxen Outrun mit anderen Leuten spielen? Die hat man normalerweise nicht so zu Hause spielen. Man wusste immer, dass es sowas gibt, theoretisch, aber man hatte nie die Leute dafür. So ging es mir zumindest. Und das ist diesen ganzen Xbox-LANs für Halo, Outrun oder auch neulich hier Mario Kart, habt ihr vier Gamecubes vernetzt und mit vier Leuten mit acht Leuten Mario Kart Double-Dash dann gespielt.

SPEAKER_01

Ja, das war auch ein super Legend.

SPEAKER_00

Acht oder sogar zwölf? Ich weiß es nicht.

SPEAKER_01

Ich meine zwölf, ne? Insgesamt.

SPEAKER_00

Ja, genau, zwölf. Und das war richtig cool. Wie gut sowas auch funktioniert, aber etwas, was kaum jemand nutzt, weil wer hat damals so viele Gamecubes gehabt, um so viele Freunde erstmal zu haben, die dann auch mitspielen, ne? Das ist ja immer die eine Sache. Man kann sich alle Hardware der Welt anschaffen, aber die coolsten Spielerlebnisse sind ja mit anderen Leuten zusammen und gerade so Sachen, die man mit vielen zusammenspielen kann, das erstmal hinzubekommen, dass so viele dann auch kommen und Spaß haben zu spielen und nicht nach zehn Minuten aufhören, das sind dann halt die ganz, ganz besonderen Momente gewesen hier für mich. Natürlich auch, dass Mario Kart auf der Switch immer, was wir ja bis zu zwölf Leuten hier spielen, das ist ja auch so, dass du dann einfach hier überall Mario Kart siehst. Alle spielen gleichzeitig Mario Kart.

SPEAKER_01

Richtig, und jeder regt sich auf. Genau. Weil das Spiel einfach so konzipiert ist, dass man schon mal ausrasten muss.

SPEAKER_00

Genau, das Spiel ist dafür eigentlich konzipiert, dass man das so spielt und im gleichen Raum jemanden anschreien kann.

SPEAKER_01

Ja, aber nicht Bös. Wir sind hier keine Gewaltcommunity. Ja, das ist auf jeden Fall, sind da schon so Dinge, wo man wirklich Spaß mit hatte, die mir jetzt so direkt einfallen würden an Events, die wir gemacht haben. Ja, also so die anfänglichen Events mit Super Smash Bros. und so, das waren da so die größeren Sachen, wo ich so ein bisschen noch Erinnerungen dran habe.

SPEAKER_00

Ja, Super Smash Brothers Ultimate kam ja quasi direkt, als ich den Laden aufgemacht habe. Irgendwie an dem Wochenende schon. Ich glaube, ich habe eine Jubiläumsfeier unter der Woche kurz hier gemacht oder eine Eröffnungsfeier und dann war direkt ein Smash Brothers Event hier. Da kamen dann auch direkt Leute an, die dann hier Turniere machen wollten und so. Aber das war auch damals zumindest keine so gute Erfahrung, wie das dann gelaufen ist. Weil das war zu dem Zeitpunkt leider sehr schwierig. Dann, ich war ja darauf bedacht, Leute zu finden, die das Projekt unterstützen und regelmäßig kommen wollen. Und das hat sich dann damals nicht so angefühlt, sondern eher so, dass da eine etablierte Community einfach nur irgendwas sucht, wo die umsonst hin können und Veranstaltungsort und dann aber auch nichts bezahlen müssen. Das war den, glaube ich, am wichtigsten.

SPEAKER_01

Ja, was gibt es denn sonst noch? Ich bin gerade am überlegen, was man noch, was noch erwähnenswert ist.

SPEAKER_00

Ja, in der Retro-Ecke haben wir natürlich immer mal wieder was Cooles gespielt. Das ist ja bei dir auch immer so ein Thema, ne? Dass man mal so Dreamcast hast du mir ja damals auch umgebaut, ne, genau, hast du ja dann auch besorgt.

SPEAKER_01

Genau, und den GDEMU.

SPEAKER_00

Den GDEMU, genau.

SPEAKER_01

Den haben wir da auch drin, ja. Also wir haben viele schöne Spielchen hier im Treff und haben auch wirklich schon viel, wo der Mo jetzt gerade sagte, Retro-Ecke auch schon durchgespielt. Also ich würde auch sagen, das ist für mich so, das hat mir also persönlich gebracht, sag ich mal, der Treff, dass ich viele Spiele mal durchgespielt habe und auch viele Sachen kennengelernt habe. Das war mir auch ganz wichtig und ja, durch den Treff war das möglich. Weil ich selber habe natürlich eine große Anzahl von Spielen zu Hause, aber nicht so viele, was ich jetzt alle kenne. Und wie gesagt, man hat hier halt immer noch den Vorteil, dass man hier Leute zum Mitspielen hat. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, wo wir gerade beim Thema sind, hier nochmal Danke an Chris, aber auch an Marc, die dann ganz am Anfang mich ans Händchen hier genommen haben und gesagt haben, komm, spiel mal was mit. Ich glaube, hier musste noch nie jemand irgendwie alleine sitzen oder zumindest hat es.

SPEAKER_00

Nee, das ist noch nicht mal was, wo ich irgendwie Leute für benennen musste oder so oder denen sagen musste, kannst du dich mal drum kümmern, wenn ein Neuer kommt, das passiert ganz organisch von alleine. Da kommt irgendjemand rein und der guckt erstmal blöd aus der Wäsche. Ist ja auch normal. Wenn man hier die Tür aufmacht, denkt man, hä, in welchem Paralleluniversum bin ich denn hier gelandet? Aber dann hat man relativ schnell, sieht man dann auf den Bildschirm, was die Leute so spielen und dann kommen die Leute ganz schnell auf was, was denen gefällt und dann finden die von selber auch die Leute, die das teilen, das Interesse und dann mitspielen. Du hast dann hier auch Serena oder Christera, die dann hier Pokémon spielen und wenn dann jemand Spaß an Pokémon hat, geht er halt erstmal dahin und dann spielen halt erstmal eine Runde Pokémon mit dem.

SPEAKER_01

Deswegen hat hier jeder so seine Ecke für jede Sache, würde ich sagen, ist was dabei. Das ist in den meisten Fällen jedenfalls so.

SPEAKER_00

Ja, genau. Also die Abgrenzung ist ja immer, dass man halt lokal was zusammen im gleichen Raum spielt. Wir sind ja kein Internet-Café hier, wo jemand einen PC mitbringt und dann hier ein Headset aufzieht und dann World of Warcraft oder League of Legends für sich alleine spielt. Das ist ja das, was wir nicht wollen tatsächlich, wo es ja auch keinen Grund zu gibt, das kann man ja dann auch alleine zu Hause machen.

SPEAKER_01

Genau.

SPEAKER_00

Dafür gibt es dann wieder online. Dafür kann man dann ja online spielen, genau. Ja, schön. Ich glaube, für mich war es dann auch, ja, was waren denn sonst noch so viele Überlegen? Also auch natürlich, auch außerhalb des Treffs, muss man ja auch erwähnen, haben wir ja auch echt coole Sachen gemacht. Also die Grillabende bei Serena waren auch immer total witzig.

SPEAKER_01

Auf jeden Fall, super. Ja, wenn alle da mit ihrer Switch am Tisch saßen und wir da teilweise auch Mario Kart oder so gegeben haben.

SPEAKER_00

Da haben wir dann wirklich das Nintendo-Werbevideo in die Wirklichkeit gebracht, wenn wir dann da.

SPEAKER_01

Ich würde auch sagen, wir sind so mit einer der wenigen Communities, die das so gemacht haben, wahrscheinlich, weil ich habe das noch nie gesehen. Ja, aber auch die ganzen Sachen, wo wir hier am Rettermüllberg waren.

SPEAKER_00

Genau, wir treffen uns dann auch öfter im Sommer dann zum Grillen und dann packen wir die Switch auch aus und spielen dann da, während wir dann grillen.

SPEAKER_01

Genau. So ist es. Die Switch ist eigentlich immer dabei, die fährt sogar mit dem Fahrradchen, hier kommen viele mit dem Fahrrad hin. Und dann ist die Switch und der ganze Kram im Rucksack. Das ist einfach auch, ja, weil es ein gutes Gerät ist zum Transportieren. Du musst ja nicht einen dicken PC mit sein.

SPEAKER_00

Wir waren auch unter der Brücke in Düsseldorf.

SPEAKER_01

Genau.

SPEAKER_00

Das Dame gegrillt und Mario Kart geschickt.

SPEAKER_01

Genau, richtig. Einfach unter der Brücke, ja. Das sind auf jeden Fall noch schöne Erlebnisse gewesen.

SPEAKER_00

Und natürlich Kinobesuche waren auch immer schön zusammen. In dem Paniofilm hatten wir echt eine schöne Zeit. Sonic haben wir zusammengeschaut. Also auch Sachen außerhalb vom Treff, die wirklich immer schön waren.

unknown

Genau.

SPEAKER_01

Aber auch die anderen Jubiläen, sage ich mal, so in den letzten Jahren, wo wir hier schön gegessen haben, hier Buffet aufgebaut haben, muss man ganz ehrlich sagen.

SPEAKER_00

Ja, das letzte, das Vierjährige war ja auch schon echt, da war hier auch die Hütte voll und das war vielleicht schon eine recht hohe Messlatte. Ich hoffe, dass wir das Samstag überbieten können. Ich bin wieder dabei.

SPEAKER_01

Wir müssen auf jeden Fall nochmal festhalten, wir haben eine halbe Dekade, so sagt man ja zu einem Jahrzehnt, haben wir hier schon verbracht. Und ja, ich hoffe, dass es weitergeht.

SPEAKER_00

Die Zeit verpflegt, ja, genau. Ja, ich glaube, das ist auch ganz gut jetzt dann schon zusammengefasst an der Stelle. Dann vielleicht noch ein Ausblick in die Zukunft, was die Zukunft bringt. Ja, es hat sich ja doch noch hier ein bisschen was in letzter Zeit geändert. Das wollte ich vielleicht auch nochmal sagen, dann, wenn ich gerade darüber spreche. Für mich ist es so, dass mein Traum in Erfüllung gekommen ist. Und das, was ich mir halt vorgestellt habe in diesem besagten Tag, wo ich da auf der Arbeit saß und dann mir das alles vorgestellt habe, wie schön das wäre, das ist genauso gekommen. Das ist wirklich die Macht der Vorstellungskraft. Ja, wenn man sich Dinge vorstellt und die dann wirklich einfach immer und immer wieder sich vorstellt und immer und immer wieder alles dafür tut, dass das klappt, dann werden die auch wahr. So kann ich es nur sagen. Aber irgendwann war dann auch der Zeitpunkt für mich gekommen, dann zu sagen, okay, jetzt hast du das erreicht, wie geht es jetzt weiter für dich? Und ja, mein nächster Schritt hier ist jetzt tatsächlich, dass ich das jetzt doch gerne als Nebengewerbe machen möchte. Habe ich auch einigen Leuten schon von erzählt und ich habe ja jetzt auch ein Nebengewerbe hier laufen, weil für mich ist es schon so, dass es mir so viel Spaß hier macht, dass ich gern noch öfter aufmachen möchte und noch mehr Zeit hier verbringen möchte. Aber meine Vollzeitarbeit mir da halt natürlich dann ein bisschen im Weg ist an einer gewissen Stelle, weil auch mit einer Familie noch und so ist das Zeit, ich alles dann irgendwann schwierig zu stemmen. Und auf der Arbeit bin ich auch jetzt mittlerweile relativ unzufrieden und ich versuche mich auch umzuorientieren tatsächlich. Und deshalb will ich gerne hier das als Nebenbeschäftigung machen. Und habe deshalb jetzt auch angefangen, hier Getränke zu verkaufen. Und ich versuche die Preise natürlich fair zu gestalten. Ich will hier niemanden über den Tisch ziehen oder so. Aber die Idee ist schon tatsächlich so, dass ich hiermit auch mal irgendwann dann ein bisschen Geld verdienen kann, denke ich. Also da bin ich jetzt auch offen und ehrlich zu euch. Ich hoffe, das ist auch verständlich. Ich habe ja viele Jahre das immer nur aus der Motivation heraus gemacht, das ehrenamtlich zu machen. Und es war auch immer alles gut und hat auch immer mega Spaß gemacht. Aber ich befürchte halt auch, wenn ich jetzt in die nächsten fünf Jahre denke, dass es irgendwann zu einem Punkt käme, wo mir da die Motivation ausginge. Wenn ich nicht ein nächstes Ziel dann auch verfolge tatsächlich und dann damit auch ein bisschen Geld irgendwann schaffe, mal einzunehmen.

SPEAKER_01

Ja, man muss aber auch dazu sagen, ich meine, du obfst ja, auch wenn das natürlich dein Hobby ist und der es viel Spaß macht, den Treff zu betreiben, ist es natürlich schon irgendwo so eine feste Sache. Und das muss man auch sehen, dass du dann nicht sagst, hier, ich bin jetzt heute mal bei meiner Familie, dass du wirklich für uns, sag ich mal, hier hinkommst und aufmachst.

SPEAKER_00

Ich mache es für mich, aber auch für die anderen. Es gab wenige Abende, wo ich nicht hier sein wollte und trotzdem aufgemacht habe, aber die gab es auch. Und ja, das soll auch so bleiben. Und ich hoffe, dass du es sich dadurch jetzt auch nicht so, sich dadurch jetzt auch nicht Dinge hier ins Negative verändern. Ich denke, man kann es irgendwie beides unter einen Hut bekommen. Richtig. Aber einfach dadurch, dass der Laden auch noch wächst, wächst ja auch stetig weiterhin und wir haben echt viele, viele neue Leute und da kommen jetzt auch große Dinger noch. Mit Tech eine 8 wird es hier eine riesen Tech-Community geben, die hier spielen will. Und Street Fighter 6 war ja auch schon ein großes Ding. Und ja, mal schauen, was die Zukunft dann so bringt. Wie ist das von deiner Seite aus? Was wünschst du dir für die Zukunft? Irgendwelche Events, die du wieder haben willst oder irgendwas, was wir noch nie gemacht haben hier?

SPEAKER_01

Ich sag mal so, ich habe jetzt nicht so viele Wünsche oder dass ich jetzt irgendwelche Sachen ausrichten müsste. Ich sag mal, ich bin zufrieden mit dem, was ich habe oder wie es ist. Ich habe hier, denke ich mal, hat jeder so seine Leute, seine Spiele, die er spielen möchte. Und ich finde das immer gut, dass im Treff im Prinzip das so war, dass man zu nichts gezwungen ist. Sag ich mal, aber sicherlich finde ich schön, dass neue Leute zukommen und dass man auch immer Leute findet, die sagen, ah, das spiele ich auch gerne. Und dass man sich halt irgendwo erweitert. Für mich selber, ich bin da recht, sag mal, anspruchslos. Ja, ideenlos weiß ich nicht, aber es ist halt für mich jetzt so, wie es ist, wie es sich dafür ist.

SPEAKER_00

Da musst du sicher muss ja auch nichts noch on top kommen. Ich denke mal, Outrun müssen wir aber auf jeden Fall nochmal machen. Ach, wir machen das.

SPEAKER_01

Also, Outrun, ja, nee, sowas können wir gerne immer wieder machen. Das ist klar, das bleibt auch. Also Outrun oder überhaupt so Arcade-Rennspiele bin ich ja immer für zu haben. Oder aber auch andere Sachen. Also ich meine, unsere Retro-Ecke steht da drüben und die wird ja nie aufgelöst oder weggehen, hoffe ich. Das ist ganz einfach fester Bestandteil. Und wie gesagt, also mit dem, was wir machen, habe ich bis jetzt immer Spaß gehabt. Und ich habe für mich jetzt so keine Ideen gerade, was vielleicht noch für Spiele oder Möglichkeiten in Zukunft existieren. Reden wir mal von der Switch 2 irgendwann. Oh ja. Vielleicht gibt es da.

SPEAKER_00

Da kann man Switch auch noch drüber reden.

SPEAKER_01

Genau, da sollte vielleicht irgendwann nochmal ein eigener Podcast kommen, wenn sie dann raus ist.

SPEAKER_00

Was würdest du dir denn wünschen für die Switch 2? Wie sollte die sein? Was sollte die können? Was sollte die auf jeden Fall berücksichtigen?

SPEAKER_01

Also was die können sollte, ich finde so die Sachen der ersten Switch beibehalten.

SPEAKER_00

Also eine Hybridkonsole sein?

SPEAKER_01

Genau, das auf jeden Fall. Die Abwärtskompatibilität wäre ganz nett zur Switch 1.

SPEAKER_00

Wäre ganz nett, sagst du?

SPEAKER_01

Ja, weil man weiß nie, was die Hersteller so machen. Ich hatte ja im Internet gelesen, dass es vielleicht zwei Versionen geben könnte. Eine mit Modul-Schachthalte oder eine ohne. Das weiß man halt nicht. Ja, stimmt.

SPEAKER_00

Also beim Thema Abwärtskompatibilität gibt es ja eigentlich auch zwei Punkte, weil Abwärtskompatibilität für die digitalen Spiele steht in Frage. Und für die Retails steht auch in Frage. Steht ja auch in Frage, sagt ja keiner. Also du kannst ja auch keine PS3 gekauften Spieler auf der PS4 beispielsweise weiterspielen. Gibt es ja nur das Argument.

SPEAKER_01

Ich weiß es nicht. Aber wie gesagt, das wären so Sachen, die ich mir für die neue Konsole wünschen würde. Ja, und ansonsten sollte es dabei bleiben, dass man zusammen auch offline spielt. Dass die Spiele nicht auf einmal nur noch irgendwie online spielbar mit vier Spielern sind oder so.

SPEAKER_00

Sonst bringt Nintendo nachher, weiß ich nicht, Mario Party online zum Launchraum. Genau. Und dann hat der Mario Party keinen LAN-Modus, keinen Splitscreen- oder Vierplayer-Modus mehr und alle müssen online spielen. Ich meine, wir spielen ja im Prinzip auch offline, online hier. Wir können das hier gut umgehen. Wir benutzen einfach den Online-Modus und tun so, als wäre der ein LAN-Modus. Genau, richtig nebeneinander sitzen. Das funktioniert prima, ne? Das ist ja dasselbe.

SPEAKER_01

Nee, aber sonst, wie gesagt, also so über die Jahre hinweg, sag ich mal, so wie der Treff ist, wie er immer war, muss aber auch ein Stück weit bleiben. Ich meine, ich bin natürlich für Veränderungen immer offen und ja, was sich da in Zukunft ergibt, werden wir sehen.

SPEAKER_00

Ja, ich bin auf jeden Fall froh, dass du hier damals den Weg reingefunden hast. Nochmal vielen Dank an deine Frau Andrea, die hat ja dir wahrscheinlich da so den Kickstart dafür gegeben.

SPEAKER_01

Auf jeden Fall, weil ich selber weiß jetzt nicht so genau. Ich bin da auch immer so jemand, der sehr vorsichtig erstmal in so neue Communities reingeht und guckt. Also ich muss ganz ehrlich sagen, es hat natürlich auch viel verändert wieder in meinem Leben und hat mir, kann man wirklich so sagen, den Spielspaß wieder zurückgebracht. Auch wenn ich heute natürlich noch immer nicht der Typ bin, der jetzt alle Spiele direkt durchballern muss. Und man sich ja manchmal so ein bisschen lustig über mich macht, aber nein, das ist ja noch Spaß. Das ist ja nur Nacken. Ja, genau, das ist Necken, sag ich mal, aber es ist ja, teils, teils war es wirklich bei mir damals so eine Sammelleidenschaft, würde ich das mal sagen. Aber es ist wieder mehr dahingegangen, dass ich auch Spiele gern spiele. Und das war damals bei mir so in diesem ganzen Zuhause rumgehängen nicht möglich.

SPEAKER_00

Ja, okay, ja, sehr schön.

SPEAKER_01

Aber bin ich wirklich froh, dass es den Treff gibt.

SPEAKER_00

Ja, wir sind auch froh, dass wir dich hier dabei haben. Du bist ja hier so wie so eine Art Maskottchen, glaube ich, für viele.

SPEAKER_01

Ja, ich wurde ja auch schon als Daddy oder Papa betitelt. Das hatte ich auch schon mal. Aber gut, kann ich gut mit umgehen. Ich bin da ganz ehrlich, ich glaube, Videospiele kennen kein Alter und ich möchte mich da auch gar nicht irgendwie als alter Vater ausführen.

SPEAKER_00

Also ich werde mit 47 auf jeden Fall noch spielen. Das sind ja auch nur zehn Jahre. Das denke ich. Zehn Jahre werde ich bestimmt noch spielen. Nee, sogar nur noch neun.

SPEAKER_01

Ich kann dir ganz ehrlich sagen, ich kenne ja viele Leute, die damals viel Videospiele gespielt haben und die jetzt in dem Alter wirklich so gar nicht mehr da drin sind.

SPEAKER_00

Ja, klar. Wie gesagt, ein Freundeskreis oder Bekanntenkreis, die auch gespielt haben, die sind ja damals für mich dann auch weggebrochen quasi. Weil einmal Ü30, der wollte keiner mehr irgendwas von wissen, von Videospielen.

SPEAKER_01

Du hörst ja dann oft so, dass es Kinderkacke oder ich sage das jetzt mal, wir haben noch nicht 20 Uhr, aber nein, es ist halt für viele Leute irgendwo nur noch so eine Randerscheinung. Obwohl, ich denke mal, die meisten sind halt mit dem Sega oder dem Nintendo oder was auch immer aufgewachsen irgendwo und ja. Wir wollen das im Erwachsenenalter nicht mehr unbedingt.

SPEAKER_00

Ja, dann glaube ich, haben wir alles. Oder gibt es von deiner Seite noch irgendwas, was wir noch ansprechen wollten? Hast du dir noch Gedanken gemacht, vielleicht über irgendwas zu dem Anlass am Samstag jetzt, nee, ne?

SPEAKER_01

Also ich sag mal so, es ist schön, wenn alle kommen. Das sollte auf jeden Fall so sein.

SPEAKER_00

Es wird auf jeden Fall voll werden. Also 22 Leute angemeldet und es kommen auch ganz. Achso, genau, nochmal vielleicht als Werbung. Es kommen auch viele Anhängsel, Nicht-Gamer, sage ich jetzt mal. Wir werden hier, ich habe noch zwei Tische bei eBay Kleinanzeigen besorgt, wir werden hier vier Tische stehen haben, wo Leute dann auch Gesellschaftsspiele spielen können, die keine Lust haben, Videospiele zu spielen, so wie meine Family zum Beispiel. Ist mir wichtig, dass die auch hier sein können, weil das ja auch für die enorme Einschnitte sind, die ich hier, die die manchmal hinnehmen müssen, dadurch, dass ich immer hier sein kann. Aber die waren ja auch schon hier. Genau, die waren auch schon hier. Meine Tochter wirklich auch mal eine Runde Mario Kart mitspielen. Aber die sind halt, die haben halt Spaß an Gesellschaftsspielen und deshalb habe ich gesagt, machen wir mal hier einen Tisch für Gesellschaftsspiele. Wenn ihr dann auch noch Leute habt, die hier parken wollt, dann könnten ihr die da noch gerne hinsetzen, dann könnt ihr da auch mitspielen. Meine Mom wird auch hier sein, die ist völlig freak, was Gesellschaftsspiele anbetrifft. Und ein Riesenbuffet wird hier aufgebaut, oder Riesen, das habe ich schon wieder übertrieben. Ja, ein Fingerfood-Buffet, da bringen mehrere Leute was zu mit und ja, da kann man sich dann bedienen und dann wird es hoffentlich cool werden.

SPEAKER_01

Auf jeden Fall. Das ist nämlich das. Also wie gesagt, dass die Leute alle kommen, die man so kennt. Wäre schön, wenn da auch Leute kommen, die nicht so oft da sind. Die man kennt. Ja, aber ansonsten kann man ja wirklich auch ein bisschen stolz sein, dass es jetzt fünf Jahre in CGT gibt.

SPEAKER_00

Ja, auf jeden Fall. Das Insert-Game Dojo feiert dieses Jahr sogar zehnjähriges. Zehnjährig sogar, wow. Von daher ist das für mich jetzt auch im Dezember, am 23. Ah, okay. Und ja, von daher bin ich dieses Jahr echt mega stolz, dass zwei große Projekte für mich, wo ich lange Teil von war, ja, heute diesen Monat so ein krasses Jubiläum dann haben werden.

SPEAKER_01

Ja, da können wir uns nur wirklich viel Spaß hier wünschen und auf weitere Jahre, ne? Genau, mit vielen tollen Projekten und Turnieren und was auch immer.

SPEAKER_00

Genau. Ja, vielen lieben Dank fürs Zuhören heute, wer noch dabei geblieben ist. Und ich hoffe, wir sehen uns dann so. Samstag zum fünfjährigen Jubiläum hier. Ab 12 könnt ihr vorbeikommen. Und ansonsten, ja, heute könnt ihr auch noch vorbeikommen, spontan wie immer, dienstags um 17 Uhr. Und ansonsten, auch nicht schlimm, wenn ihr nicht könnt oder heute mal oder Samstag nicht in der Laune seid, dann sehen wir uns einfach ein andermal, kommt ihr uns einfach mal hier besuchen im Chorgamer-Treff.

SPEAKER_01

Genau, ganz ungezwungen.

SPEAKER_00

Und dir danke ich auch nochmal, Petti, für fünf Jahre Treue.

SPEAKER_01

Ja, kein Thema.

SPEAKER_00

Habe ich gerne gemacht. Hoffentlich auf die nächsten fünf Jahre.

SPEAKER_01

Und dir danke, dass du das hier, muss ich auch nochmal sagen, dass du das hier wirklich so lange durchgezogen hast. Und auch am Anfang, trotz vielleicht Startschwierigkeiten oder auch Leuten, die wegblieben oder so weiter, muss man auch sagen, ist oft genug passiert, dass dir Leute gesagt haben, ich komme heute und die kamen nicht. Dass du das immer weiter durchgezogen hast und uns allen damit viel Spaß gemacht hast.

SPEAKER_00

Ja, genau, darum geht es mir, dass alle hier ihren Spaß kriegen.

SPEAKER_01

Genau.

SPEAKER_00

Also dann, Leute, bis zum nächsten Mal.

SPEAKER_01

Bis dann, Elli. Tschüss. Wir sehen uns.